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Politik Studie: Kein ausreichender Terror-Schutz für Kernkraftwerke
Nachrichten Politik Studie: Kein ausreichender Terror-Schutz für Kernkraftwerke
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13:48 24.03.2016
«Es wird Zeit für eine Neubewertung der Sicherheit!», sagt Grünen-Vorsitzende Simone Peter nach den Anschlägen in Brüssel. Quelle: David Ebener/Symbolbild
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Berlin

e. Der künstliche Nebel, der ohnehin nur an zwei Standorten installiert worden sei, "mindert (...) die Trefferwahrscheinlichkeit eines Flugzeugs nur unwesentlich".

Relativ einfach durchführbar wäre der Studie zufolge auch der Absturz eines mit Sprengstoff beladenen Hubschraubers. In diesem Fall drohe eine "erhebliche radioaktive Freisetzung", weil die Kraftwerke nicht gegen eine solche Detonation ausgelegt seien. Auch das Einschleusen von Tätern werde durch die Zuverlässigkeitsprüfungen der Belegschaft nicht vollständig verhindert - und dürfte schwerwiegende Folgen haben.

Für den BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger sind die jüngsten Anschläge in Brüssel daher ein weiterer Anlass für den sofortigen Verzicht auf die Atomkraft. "Es ist notwendiger denn je, aus dieser Technik auszusteigen", betonte Weiger zum Auftakt der Konferenz. Die Gesamtstudie zu aktuellen Problemen und Gefahren bei deutschen Atomkraftwerken hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bereits Anfang März präsentiert.

Nach den Anschlägen von Brüssel hatte auch die Grünen-Vorsitzende Simone Peter eine zusätzliche Sicherheitsüberprüfung aller europäischen Atomkraftwerke gefordert.

"Der EU-AKW-Stresstest hat terroristische Angriffe ausgespart", bemängelte Peter im Kurznachrichtendienst Twitter. "Es wird Zeit für eine Neubewertung der Sicherheit!"

Schon in der Vergangenheit hatte es Kritik daran gegeben, dass man bei den EU-Tests zwar Kriterien wie die Erdbebensicherheit von Kernkraftwerken überprüft habe, nicht aber den Schutz vor möglichen Terrorangriffen. Vor dem Hintergrund der Brüsseler Attacken hatten die belgischen Behörden auch die heimischen Kernkraftwerke als mögliche Terrorziele ausgemacht.

Das Personal in Belgiens Atommeilern war nach den Terroranschlägen in Brüssel am Dienstag massiv reduziert worden, um eine eventuell notwendige Evakuierung schneller durchführen zu können.

dpa

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