Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 16 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Südkorea: Kim Jong Un lässt Vize-Premierminister hinrichten

Konflikte Südkorea: Kim Jong Un lässt Vize-Premierminister hinrichten

Südkorea sieht in der Art und Weise, wie Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un regiert, eine "Schreckensherrschaft". Als Beweise dienen Seoul die politischen Säuberungen des Regimes. Jetzt soll ein weiterer hoher Funktionär hingerichtet worden sein.

Voriger Artikel
Bundeswehr und Polizei üben gemeinsam für den Terrorfall
Nächster Artikel
Mehr als 125 000 Ceta-Gegner reichen Bürgerklage ein

Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes wurden seit der Machtübernahme Kim Jong Uns Ende 2011 zahlreiche hochrangige Funktionäre Opfer politischer Säuberungen.

Quelle: KCNA/Archiv

Seoul. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Angaben Südkoreas einen Regierungsvertreter im Rang eines Vize-Premierministers hinrichten lassen.

Der 63 Jahre alte Kim Yong Jin, der im Kabinett für Bildungsfragen verantwortlich gewesen sei, sei im vergangenen Monat vor ein Erschießungskommando gestellt worden, sagte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul. Eine Bestätigung aus Nordkorea dafür gab es nicht.  

Gründe für die Erschießung nannte der Sprecher nicht. Südkoreanische Medien berichteten jedoch unter Berufung auf andere Beamte, Kim Yong Jin sei "anti-revolutionäres" Verhalten vorgeworfen worden. Er soll bei einer Sitzung der Obersten Volksversammlung im Juni dem Machthaber nicht den angemessenen Respekt erwiesen haben.  

Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes wurden seit der Machtübernahme Kim Jong Uns Ende 2011 zahlreiche hochrangige Funktionäre Opfer politischer Säuberungen. Ende 2013 wurde Kims Onkel Jang Song Thaek wegen des Vorwurfs des Hochverrats hingerichtet. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte die Hinrichtung bestätigt. Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye sprach danach von einer "Schreckensherrschaft" im Nachbarland.

Das Vereinigungsministerium teilte jetzt zudem mit, dass zwei weitere hochrangige nordkoreanische Funktionäre zur ideologischen "Umerziehung" aufs Land geschickt worden seien, darunter Kim Yong Chol, der für die innerkoreanischen Beziehungen zuständig ist. Nach einmonatiger Strafarbeit bis Mitte August habe Kim, dem Machtmissbrauch vorgeworfen worden sei, jedoch wieder die Leitung der Vereinigten Frontabteilung übernommen. Die Strafe für Choe Hwi, einem für die Propaganda zuständigen Parteifunktionär, sei noch nicht abgelaufen. 

Oft erweisen sich Berichte aus Südkorea über die angebliche Exekution von Funktionären in dem weithin isolierten Nachbarland im Nachhinein als falsch. Im Mai war der angeblich im Februar hingerichtete frühere Armeechef Ri Yong Gil wieder aufgetaucht. 

Die Zeitung "JoongAng Ilbo" hatte am Dienstag berichtet, zwei hohe Funktionäre seien in Nordkorea mit Flugabwehrwaffen hingerichtet worden, darunter ein Beamter für Erziehungsfragen. Der Bericht habe sich als falsch erwiesen, schrieb "JoongAng Daily" online. 

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
587c7800-43c2-11e7-9cb6-0f2b11d22185
Verteidigung

Ein General soll das große Aufräumen nach den Bundeswehrskandalen organisieren. Zum Neuanfang gehört auch die Umbenennung von Kasernen, die den Namen fragwürdiger Vorbilder tragen.

Welche ist die schlechteste Straße in BRB?

25. April 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Welches Glück müssen wir jahrzehntelang gehabt haben, dass wir in Frieden und relativ sicher in Deutschland leben konnten – mit all den Türken, die das Land bevölkern.

mehr