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Syrische Armee vertreibt Rebellen aus zwei wichtigen Städten

Konflikte Syrische Armee vertreibt Rebellen aus zwei wichtigen Städten

Russische Kampfjets fliegen in Syrien einen Angriff nach dem anderen. Der fast schon gestürzte Diktator Assad kommt damit wieder in die Offensive.

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Russische Luftschläge in Syrien bie Aleppo.

Quelle: Russisches Verteidigungsministerium

Beirut/Moskau. Unterstützt von russischen Luftangriffen erzielt die Armee des syrischen Machthabers Baschar al-Assad Geländegewinne gegen ihre Gegner.

Sie eroberte die strategisch wichtigen Orte Tel Skak und Atschan in der zentralen Provinz Hama zurück, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Die Einnahme der Städte sei für die Regierungstruppen wichtig, da sie dadurch näher an die Stadt Chan Scheikun rücken, eine Hochburg des Al-Kaida-Ablegers Al-Nusra-Front in der Provinz Idlib.

Die Al-Nusra-Front hatte die Stadt 2014 eingenommen. Dadurch erlangte sie Kontrolle über einen Teil einer Schnellstraße, die die Hauptstadt Damaskus mit der Mitte und dem Norden des Landes verbindet.

Die syrische Armee und Verbündete hatten am Mittwoch eine Großoffensive gegen Rebellen in den Vororten der Provinzhauptstadt Hama gestartet. Unterstützt werden sie von der libanesischen Schiiten-Miliz Hisbollah und Russland.

Der russische Präsident Wladimir Putin warf den USA und den europäischen Mächten vor, sie redeten bloß über den Kampf gegen Terrorismus. Resultate seien aber nicht zu sehen, sagte er im Fernsehen. Am Rande des Formel-1-Rennens in Sotschi wollte er auch mit dem Verteidigungsminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, über Syrien und den Kampf gegen den Terror sprechen.

Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Wochenende über Dutzende neuer Luftangriffe in Syrien. Mehr als 60 Ziele in den Provinzen Hama, Latakia, Idlib und Al-Rakka seien getroffen worden, sagte Generalmajor Igor Konaschenkow am Sonntag in Moskau. Alle Jets kehrten Moskauer Angaben zufolge heil von ihren Einsätzen zurück.

Wie in allen Moskauer Stellungnahmen rechnete Konaschenkow die Angriffsziele der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu. Das von den syrischen Truppen eroberte Atschan nannte er als ein Ziel, dort sei ein Munitionslager getroffen worden.

Die USA und andere Staaten kritisieren, dass Russlands Luftwaffe weniger den IS, als vielmehr andere Regimegegner angreift, um den syrischen Präsidenten Assad an der Macht zu halten. Auch die Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete Luftangriffe auf Gebiete, die unter Kontrolle von Regimegegnern stehen, die mit dem IS verfeindet sind. US-Militärs und ihre russischen Kollegen erzielten nach übereinstimmenden Angaben Fortschritte bei Gesprächen darüber, wie Zwischenfälle in dem Syrien-Einsatz vermieden werden können.

Rebellen, darunter der Gruppe Ahrar al-Scham, gelang es, IS-Extremisten wieder aus dem Dorf Tal Sussin zu vertreiben. Der Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge tobten Kämpfe um Tal Krah im Norden der Provinz Aleppo. Durch den IS-Vormarsch in der Region droht den Rebellen der Verlust einer wichtigen Straße zur türkischen Grenze.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) ist in Syrien auch hochentwickelte russische Streumunition eingesetzt worden. Hinweise darauf seien in dem Dorf Kafr Halab nahe Aleppo seien nach einem Luftangriff vor einer Woche gefunden worden, teilte HRW am Sonntag mit. Unklar sei, ob die Munition von russischen oder syrischen Einheiten eingesetzt worden sei.

dpa

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