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Syrische Rebellen durchbrechen Belagerungsring in Aleppo

Konflikte Syrische Rebellen durchbrechen Belagerungsring in Aleppo

In Aleppo tanzen sie auf Bussen, von den Minaretten schallen "Allahu Akbar"-Rufe. Islamistische Rebellen haben die Belagerung der syrischen Stadt durch das Regime durchbrochen. Doch Baschar al-Assad holt zum Gegenschlag aus.

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Aleppo gilt als wichtigstes Schlachtfeld in Syrien und als Symbol für den seit 2011 andauernden verheerenden Bürgerkrieg.

Quelle: STR

Damaskus. Syrische Rebellen haben die Belagerung der umkämpften Stadt Aleppo durchbrochen und damit Hunderttausenden Eingeschlossenen Hoffnung auf Rettung gebracht. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte den Durchbruch.

Zugleich berichtete sie am Sonntag von neuen heftigen Gefechten entlang des befreiten Korridors.

Aleppo gilt als wichtigstes Schlachtfeld in Syrien und als Symbol für den seit 2011 andauernden verheerenden Bürgerkrieg. Nach Schätzung der Vereinten Nationen sind durch die Belagerung im Osten der Stadt bis zu 300 000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten.

Aktivisten in Aleppo berichteten nach dem Durchbruch von feiernden Bewohnern auf den Straßen der eingekesselten Viertel. Die Menschen seien trotz der Gefahr von Luftangriffen ins Freie gelaufen und hätten gerufen "Gott ist groß" und "Unsere Rebellen werden uns retten". Von den Moscheen erschallten Koranverse.

Die Menschenrechtsbeobachter wiesen aber darauf hin, dass es den Rebellen noch nicht gelungen sei, eine sichere Passage zwischen den Ost-Vierteln Aleppos und den von Aufständischen kontrollierten Gebieten zu schaffen.

Die Islamisten durchbrachen nach eigenen Angaben am Samstag den Belagerungsring aus Regimetruppen und taten sich mit Aufständischen aus dem eingekesselten Ostteil der früheren Metropole zusammen. "Das beweist, dass wir die Belagerung durchbrochen haben", sagte ein Kommandant des früheren Al-Kaida-Ablegers Dschabhat Fatah al-Scham der dpa. Regierungsmedien wiesen die Erfolgsmeldungen der Rebellen als falsch zurück.

Dagegen berichteten die Menschenrechtsbeobachter, mit ihrem Vormarsch hätten die Rebellen nun ihrerseits den Westteil Aleppos von der Versorgung abgeschnitten. Dieses Gebiet wird vom Regime gehalten, etwa 1,2 Millionen Menschen leben dort.

Rebellen lieferten sich am Sonntag nahe einem von den Aufständischen eingenommenen Militärkomplex heftige Kämpfe mit Einheiten von Präsident Baschar al-Assad. Die von Rebellen gehaltenen Gebiete wurden das gesamte Wochenende von heftige Luftschlägen erschüttert. Der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge wurden auch nachrückende Truppen und Versorgungskonvois getroffen. Tausende "Söldner" hätten mit Hilfe von Autobomben die Soldaten angegriffen.

Vor drei Wochen hatten syrische Regierungstruppen und ihre Verbündeten die letzte Versorgungsroute der Rebellen nach Aleppo gekappt. Ein Bündnis syrischer Rebellengruppen unter Führung von Islamisten versuchte seit einer Woche, die Belagerung zu durchbrechen.

dpa

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