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Team Anti-Trump: Cruz und Kasich verbünden sich

Wahlen Team Anti-Trump: Cruz und Kasich verbünden sich

Mit allen Mitteln wollen Teile der republikanischen Partei eine Kandidatur Donald Trumps verhindern. Nun tun sich seine verbliebenen Konkurrenten zusammen, zumindest für ein paar Vorwahlen. Ein verzweifelter Akt oder die letzte Hoffnung der Konservativen?

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Donald Trump am 6. April während einer Veranstaltung auf Long Island, New York. Auch innerhalb der republikanischen Partei sorgen Trumps Erfolge für Sorge. 

Quelle: Peter Foley

Washington. Im US-Wahlkampf schließen sich die beiden republikanischen Bewerber Ted Cruz und John Kasich zusammen, um eine Nominierung ihres Konkurrenten Donald Trump zu verhindern.

Das gaben der Senator aus Texas und der Gouverneur von Ohio in zeitgleich am Sonntagabend (Ortszeit) veröffentlichten Statements bekannt.

Eine Kandidatur Trumps bei der Präsidentenwahl gegen einen Mitbewerber der Demokraten im November wäre "eine sichere Katastrophe", schrieb der Wahlkampfmanager von Cruz, Jeff Roe. Die Vereinbarung sieht vor, dass sich Kasich am 3. Mai bei der Vorwahl in Indiana zurückhält, und sich auf die Abstimmungen in Oregon am 17. Mai und New Mexico am 7. Juni konzentriert, wo Cruz ihm den Weg freimachen will. In anderen Staaten wollen sie dagegen weiter gegeneinander konkurrieren.

Trumps spöttische Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: "Es ist traurig, dass zwei erwachsene Politiker sich gegen jemanden zusammentun müssen, der erst seit zehn Monaten Politiker ist, nur damit sie verhindern, dass dieser die Nominierung der Republikaner bekommt." Trump ist ein politischer Quereinsteiger, er hat noch nie ein Amt innegehabt.

Tatsächlich waren Cruz und Kasich sich im emotional aufgeladenen Wahlkampf nicht sehr freundlich gesonnen. Ihre Abmachung kommt unmittelbar vor einer Reihe weiterer Abstimmungen: An diesem Dienstag wählen beide Parteien in Connecticut, Delaware, Maryland, Pennsylvania und Rhode Island. In den Staaten an der Ostküste werden Trump gute Chancen auf einen Sieg nachgesagt.

Für die Nominierung der Republikaner braucht ein Kandidat beim Parteikonvent im Juli insgesamt 1237 Delegiertenstimmen. Trump ist der einzige Bewerber bei den Republikanern, der noch vor dem Parteitag die absolute Mehrheit der Delegierten hinter sich bringen könnte. Allerdings ist das auch bei dem Immobilien-Milliardär fraglich.

Die restlichen Vorwahlen müssten für ihn sehr gut laufen. Wenn keiner der drei verbliebenen Bewerber auf eine Mehrheit kommt, würde es auf dem Parteitag mehrere Wahlgänge geben. Das Ergebnis der Vorwahlen wäre für einen großen Teil der Delegierten nicht mehr bindend. Das könnte den Weg für einen anderen Kandidaten ebnen.

dpa

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