Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Terrormiliz IS enthauptet amerikanischen Journalisten
Nachrichten Politik Terrormiliz IS enthauptet amerikanischen Journalisten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:23 20.08.2014
James Foley wird seit 2012 vermisst. Foto: Nicole Tung / Courtesy Of Global
Bagdad/London/Berlin

d. Weltweit wächst die Bereitschaft, die für zahlreiche Gräueltaten an Zivilisten berüchtigte Miliz Islamischer Staat (IS) im Irak militärisch zu stoppen. Auch Deutschland und Italien wollen deshalb Kurden im Nordirak sowie die irakische Armee mit Waffen beliefern. Die USA setzten am Mittwoch ihre Luftangriffe gegen IS-Stellungen fort.

Im Irak gerieten die zunächst schnell vorgerückten IS-Extremisten zunehmend in die Defensive. Kurden und die irakische Armee konnten die IS-Kämpfer mit US-Luftunterstützung nach eigenen Angaben weiter zurückdrängen.

Die Islamisten richteten erstmals eine Terrorbotschaft direkt an die USA. Das am Dienstagabend veröffentlichte Video zeigt nach britischer und amerikanischer Einschätzung die Ermordung des Journalisten James Foley. Der Reporter wurde seit November 2012 in Syrien vermisst. IS-Extremisten gaben in dem Video an, sie hätten Foley aus Rache für die US-Luftschläge im Norden des Iraks umgebracht. Sollte Washington seine Angriffe nicht einstellen, würden weitere Reporter sterben, drohten sie.

Die Regierung in London vermutet einen Briten als Täter. Alle Kennzeichen der Terrorbotschaft wirkten "authentisch", sagte Außenminister Philip Hammond. Britische Geheimdienste fahnden nun nach der Identität des Täters, der mit britischem Akzent gesprochen haben soll. Großbritanniens Premierminister David Cameron brach daraufhin seinen Urlaub ab und kehrte nach London zurück.

Auch die US-Regierung betonte, das Video sei echt. "Die US-Geheimdienste haben das jüngst veröffentlichte Video analysiert, das die US-Bürger James Foley und Steven Sotloff zeigt. Wir sind zum Schluss gekommen, dass das Video authentisch ist", sagte die Sprecherin des Nationales Sicherheitsrates, Caitlin Hayden.

Foleys Familie veröffentlichte auf Facebook eine bewegende Botschaft. "Wir waren niemals stolzer auf unseren Sohn", schrieb die Mutter. Er sei ein außergewöhnlicher Sohn und Journalist gewesen. In dem auf der Facebook-Seite "Find James Foley" verbreiteten Schreiben forderte Diane Foley die IS-Kämpfer auf, das Leben weiterer Entführter zu verschonen: "Sie haben keinen Einfluss auf amerikanische Politik im Irak, in Syrien oder irgendwo auf der Welt".

Obama sagte, die Islamisten hätten "keine Wertschätzung für menschliches Leben". Für die IS-Terroristen gebe es "keinen Platz im 21. Jahrhundert". Die USA würden weiterhin alles tun, um ihre Bürger zu beschützen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte erschüttert auf das Schicksal Foleys. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, das Enthauptungsvideo zeige "die barbarische und wirklich erbarmungslose Ermordung eines Menschen".

dpa

Bei den Honorarverhandlungen zwischen niedergelassenen Kassenärzten und Krankenkassen für 2015 zeichnet sich keine rasche Lösung ab. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nannte die Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nach Anhebung der Honorare um fünf Milliarden Euro unglaublich.

20.08.2014

Trotz neuer Konfrontationen zwischen Polizisten und Demonstranten hat sich in der von Unruhen erschütterten US-Kleinstadt Ferguson eine Entspannung der Lage abgezeichnet.

20.08.2014

Die 631 Atommüll-Fässer in den unterirdischen Lagerstätten im Kernkraftwerk Brunsbüttel sind teilweise in desaströsem Zustand. Bei Untersuchungen wurden zehn weitere Rostfässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll entdeckt.

20.08.2014