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Trump und Clinton holen große Siege in New York

Wahlen Trump und Clinton holen große Siege in New York

Kantersiege auf heimischem Terrain: Die Favoriten Hillary Clinton und Donald Trump haben bei den US-Vorwahlen im Bundesstaat New York abgeräumt. Clinton ist fast durch, Trump kämpft weiter mit seinem Partei-Establishment.

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Sowohl Clinton als auch Trump konnten in New York deutliche Siege einfahren.

Quelle: Peter Foley

New York. Mit beeindruckenden Siegen im US-Bundesstaat New York haben die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump die Anwartschaft auf die Präsidentschaftskandidatur ihrer Parteien untermauert.

Trump siegte bei den Republikanern mit einer klaren absoluten Mehrheit von rund 60 Prozent der Stimmen vor John Kasich und dem abgeschlagenen Ted Cruz.

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Auf der Seite der US-Republikaner konnte sich in New York Donald Trump durchsetzen.

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Clinton setzte sich klar gegen ihren linken Widersacher Bernie Sanders durch. Die frühere Außenministerin lag bei rund 58 Prozent der Stimmen, Sanders bei 42 Prozent. Der 74 Jahre alte Senator aus Vermont kündigte trotz der klaren Niederlage an, im Rennen bleiben zu wollen.

Trump machte bei seiner Ansprache in seinem firmeneigenen Bürokomplex Trump Tower in Manhattan deutlich, dass er als Führender bei der Anzahl der Delegierten die Nominierung auf dem Parteitag in Cleveland für sich beanspruchen wird. "Wir führen klar und es ist nicht möglich, uns einzuholen", sagte er.

Sein Kontrahent Ted Cruz, der am Dienstag in New York nur auf rund 15 Prozent kam, sei "mathematisch praktisch eliminiert", sagte Trump. Cruz hofft darauf, dass er in einem möglichen zweiten Wahlgang auf dem Parteitag in Cleveland dank einer besseren Vernetzung in der Parteibasis Trump überflügeln kann.

In New York holte Trump mindestens 90 der 95 zur Wahl stehenden Delegiertenstimmen. Fünf Delegierte gingen an John Kasich, der damit weiter seine Rolle als "Trump-Bremse" erfüllt.

Trump baute damit seinen Vorsprung von bisher knapp 200 Delegierten vor Ted Cruz weiter deutlich aus. Das ist aber nach wie vor keine Garantie dafür, dass der Immobilien-Milliardär nach der letzten Vorwahl in Kalifornien am 7. Juni die notwendigen 1237 Delegierten erreicht. Dafür braucht er noch weitere rund 400 Delegierte in den verbleibenden Abstimmungen.

Mit der Zahl von mindestens 1237 Delegierten im Rücken könnte Trump auf dem Parteitag in Cleveland im Juli bereits im ersten Wahlgang die Kandidatur an sich reißen. Zahlreiche Experten gehen davon aus, dass Trump nur dann Kandidat der Republikaner werden kann, wenn er im ersten Wahlgang gewinnt.

In weiteren Wahlgängen wären die meisten Delegierten nicht mehr an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden und würden eher zu Cruz oder John Kasich tendieren - wenngleich dieser Trend durch Trumps hohen Sieg in New York abgeschwächt worden sein dürfte. Trump hatte den Prozess wiederholt als "Manipulation" kritisiert.

Bei den Demokraten sicherte sich Hillary Clinton in New York, wo sie einst als Senatorin gewirkt hatte, einen klaren Sieg gegen ihren hartnäckigen Widersacher Bernie Sanders. "Das Rennen für die demokratische Präsidentschaftskandidatur ist auf der Zielgeraden und der Sieg ist in Sicht", erklärte sie in ihrer Siegesrede. Viele US-Kommentatoren sahen New York für die Demokraten als Vorentscheidung.

Der 74-jährige Senator aus dem Bundesstaat Vermont, in Brooklyn geboren, hatte bis zuletzt großen Zulauf im Wahlkampf und gehofft, Clinton schlagen zu können. Seine Anhängerschaft haderte mit dem Wahlsystem, das die Registrierung von Wählern bereits im vergangenen Oktober vorsah. So konnten Tausende, die in den vergangenen Wochen zu Sanders-Fans geworden waren, nicht teilnehmen.

Aufgrund der Systematik bei den Demokraten hat Sanders kaum noch eine realistische Chance, Clinton über die Vorwahlergebnisse einzuholen. Er müsste stattdessen einen großen Teil der mehr als 700 sogenannten Superdelegierten auf seine Seite ziehen, die beim Parteitag im Juli in Philadelphia unabhängig vom Wahlergebnis abstimmen dürfen. Die meisten von ihnen haben sich jedoch schon für Clinton ausgesprochen, wenngleich sie ihre Meinung theoretisch jederzeit ändern können.

dpa

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