Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Regen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Tschechien wehrt sich gegen Vorwurf mangelnder Solidarität

Migration Tschechien wehrt sich gegen Vorwurf mangelnder Solidarität

"Wir sind solidarisch. Wir haben Polizisten nach Slowenien, Ungarn und Mazedonien geschickt. Wir haben Slowenien, Kroatien und Serbien humanitäre Hilfe gewährt.

Voriger Artikel
Kassen warnen Ärzte vor Blockade beim Terminservice
Nächster Artikel
Papst Franziskus erhält den Karlspreis 2016

Bohuslav Sobotka, tschechicher Ministerpräsident und Vorsitzender der sozialdemokratischen Partei, spricht beim SPD-Bundesparteitag.

Quelle: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Berlin. "Wir sind solidarisch. Wir haben Polizisten nach Slowenien, Ungarn und Mazedonien geschickt. Wir haben Slowenien, Kroatien und Serbien humanitäre Hilfe gewährt. Dazu musste uns niemand aus Brüssel zwingen", sagte Ministerpräsident Bohuslav Sobotka der "Süddeutschen Zeitung".

Sobotka bekräftigte zugleich die Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Entscheidung, zunächst unbegrenzt Bürgerkriegsflüchtlinge insbesondere aus Syrien aufzunehmen. "Deutschland hat ein Signal ausgesandt, das in weiten Teilen des Nahen Ostens und Nordafrikas zu hören und zu sehen war. Das hat zur illegalen Migration in Richtung Europa gereizt. Das lässt sich leider nicht leugnen", sagte er.

Entschieden wandte sich der Sozialdemokrat gegen die Drohung des österreichischen Bundeskanzlers Werner Faymann, EU-Mittel zu kürzen. "So eine Argumentation spaltet Europa nur weiter. Wenn wir so weiter machen, entstehen Gräben, die wir später nur sehr schwer werden zuschütten können", warnte er.

In Tschechien haben in diesem Jahr knapp 1400 Ausländer Asyl beantragt. Davon wurden nach Angaben des Innenministeriums 70 positiv beschieden. Deutschland verzeichnete Anfang Dezember offiziell eine Million Flüchtlinge seit Jahresbeginn.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
2640b58a-0fb1-11e7-8c50-e899ff173c76
Sabotage? Brand in Munitionslager in Ukraine

Ein gewaltiges Munitionslager in der Ukraine nahe der russischen Grenze ist offenbar durch einen Sabotageakt in Brand geraten. 20.000 Menschen sind auf der Flucht.

Sollte der Flughafen Tegel auch nach Eröffnung des BER offen bleiben?