Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Türkische Regierung verbietet Schlagerlieder im Staatsfernsehen
Nachrichten Politik Türkische Regierung verbietet Schlagerlieder im Staatsfernsehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:30 02.03.2018
Der türkische Staatssender hat mehr als 200 Lieder aus dem Programm genommen, die aus sich der Regierung unangemessene Inhalte verbreiten. Quelle: AP
Anzeige
Istanbul

Der türkische Staatssender TRT hat innerhalb eines Jahres mehr als 200 Lieder wegen aus Regierungssicht unangemessener Inhalte aus dem Programm verbannt und damit Empörung ausgelöst.

Die Liste, die TRT auf Anfrage des Oppositionsabgeordneten Atila Sertel der Mitte-Links Partei CHP herausgegeben hatte, bezieht sich auf das Jahr 2016. Sie beinhaltet unter anderem Lieder der bekannten Popsängerinnen Demet Akalin und Sila Gencoglu sowie 66 Werke kurdischer Künstler. Manche aufgelisteten Lieder tragen Titel wie: „Ich bin betrunken“ und „Jeden Abend Wodka, Raki und Wein (betrunken)“. Sertel warf der islamisch-konservativen Regierung „Zensur“ vor.

Unter anderem wurde das Lied „Engerek“ der türkischen Popsängerin Sila Gencoglu wurde von der Liste gestrichen.

Regierungssprecher Bekir Bozdag dagegen verteidigte den Sender und sagte am Donnerstag, es sei eine „Sittenlosigkeit“, dass man den Sachverhalt so darstelle, als würde der Sender „außergesetzliche Zensur“ betreiben. Es sei vielmehr dessen „Pflicht“, Maßnahmen zu ergreifen, wenn es um Inhalte gehe, „die manche Begriffe“ enthielten.

Dabei gehe es vor allem um „Schimpfworte oder Alkohol, Zigaretten und so weiter“. TRT nehme solche Inhalte jedes Jahr aus dem Programm und auch andere Sender müssten dem nachgehen, so Bozdag.

Der Sender selbst teilte auf Twitter mit, er habe lediglich Vorschriften im Rundfunkgesetz umgesetzt. In dem heißt es unter anderem, dass die Inhalte „nationale und moralische Werte“ nicht verletzten dürfen und nicht gegen die „allgemeine Moral“ gerichtet sein dürfen.

Von RND/dpa

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die USA vor einem Handelskrieg unter den NATO-Staaten gewarnt. Dies liege weder im Interesse der Europäer noch im Interesse der Amerikaner, sagte Gabriel dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Die EU müsse auf Trumps Ankündigung mit Entschiedenheit reagieren.

02.03.2018

Die US-Regierung hat einer Waffenlieferung an die Ukraine zugestimmt. Demnach sollen Panzerabwehrraketen sowie Raketenwerfer im Wert von 39 Millionen Euro an Kiew verkauft werden. Mit dem Deal wollen die USA die eigene nationale Sicherheit verbessern.

02.03.2018

Am Freitag endet die Frist für die SPD-Votum über eine Fortsetzung der Großen Koalition. Am Sonntagvormittag will die Partei das Ergebnis verkünden. Spitzenpolitiker zeigten sich nach wie vor zuversichtlich.

02.03.2018
Anzeige