Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Twitter schließt 125 000 Zugänge wegen Terrorismus
Nachrichten Politik Twitter schließt 125 000 Zugänge wegen Terrorismus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:49 06.02.2016
Der Kurznachrichtendienst Twitter hat seit Mitte 2015 nach eigenen Angaben 125 000 Zugänge, über die terroristische Aktionen vor allem der Terrormiliz IS angedroht oder unterstützt wurden, geschlossen. Quelle: Ole Spata/Symbolbild
Anzeige
Washington

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat seinen Einsatz gegen die Verbreitung von Terrorpropaganda verstärkt. Seit Mitte 2015 schloss das US-Unternehmen nach eigenen Angaben 125 000 Zugänge, über die terroristische Aktionen vor allem der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angedroht oder unterstützt wurden.

Das Unternehmen teilte am Freitag (Ortszeit) mit, es verurteile diesen Missbrauch von Twitter und das Brechen seiner Regeln. "Wie die meisten Menschen auf der Welt sind wir über diese Gräueltaten erschüttert", erklärte Twitter. "Diese Art von Verhalten wird von unserem Dienst nicht unterstützt, genauso wenig wie jede gewalttätige Bedrohung." Brett McGurk, der Sondergesandte von Präsident Barack Obama im Kampf gegen den IS, begrüßte die Maßnahme in einem Tweet.

Alle Twitterzugänge und -mitteilungen würden sehr genau geprüft, ein internes Team sei dafür verstärkt worden. Neben den bereits geschlossenen Zugängen werde eine ganze Anzahl Accounts beobachtet, die ähnliche Merkmale aufwiesen. Es gebe große Fortschritte bei der Identifizierung von Terror-Accounts und Twitter reagiere schneller auf solche Nachrichten.

Twitter arbeite bei der Bekämpfung des Terrorismus eng mit den Strafverfolgungsbehörden und der Justiz zusammen, hieß es. Im Januar hatten Berichten zufolge US-Regierungsvertreter mit Technologiefirmen darüber gesprochen, wie die Rekrutierung von IS-Sympathisanten über soziale Medien unterbunden werden könne. Die US-Regierung hatte die Tech-Firmen aufgefordert, Methoden zu entwickeln, Radikalisierung zu entdecken und zu messen, wie CNN berichtete. Unter anderem Facebook, Google, Apple und Microsoft hatten ihre Mitarbeit bekundet.

Der Einsatz der sozialen Medien gegen den Terrorismus geht aber laut Twitter darüber hinaus. Es gebe keinen "Zauber-Algorithmus" zum Auffinden von Terror-Inhalten. "Globale Online-Plattformen müssen sehr schwierige Entscheidungen auf Basis von sehr geringer Information und Richtlinien treffen", schrieb Twitter in dem Blog-Eintrag.

dpa

Die Zusammensetzung des Flüchtlingszustroms nach Europa hat sich nach Zahlen der EU-Kommission zuletzt deutlich verändert. "In Griechenland haben wir mittlerweile weniger als 40 Prozent syrische Flüchtlinge und möglicherweise sind manche von ihnen mit falschen Pässen ausgestattet", sagte der österreichische EU-Kommissar Johannes Hahn am Rande eines EU-Außenministertreffens in Amsterdam.

06.02.2016

Auf der griechischen Touristeninsel Kos ist es den zweiten Tag in Folge zu Rangeleien von Demonstranten mit der Polizei gekommen. Aus Protest gegen den Bau eines Registrierzentrums für Migranten (Hotspots) zündeten Demonstranten auf der Zufahrtsstraße zum künftigen Registrierzentrum bei Pyli-Limni Reifen an und bewarfen die Polizei mit Steinen.

06.02.2016

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich kritisch über die der Türkei in Aussicht gestellte Visafreiheit geäußert. Im RBB-Inforadio sprach sich der CDU-Politiker für gewisse Erleichterungen, nicht aber für eine völlige Visafreiheit aus.

06.02.2016
Anzeige