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UN: Weniger Flüchtlinge im Mittelmeer

Migration UN: Weniger Flüchtlinge im Mittelmeer

Die Fluchtbewegung über das Mittelmeer nimmt ab. Vor allem wegen schlechter Witterungsbedingungen, heißt es bei den UN. Doch immer noch wollen unzählige Menschen nach Europa - und mehr Kinder denn je.

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Wird nicht mehr gebraucht: Ein leeres Boot und zurückgelassene Schwimmwesten an der Küste von Lesbos.

Quelle: Stratis Balaskas/Archiv

Genf. Zum ersten Mal in diesem Jahr ist nach UN-Angaben die Zahl der Flüchtlinge auf der Mittelmeer-Route deutlich gesunken. Zugleich sei insgesamt der Anteil von Kindern unter den Fliehenden gestiegen, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) mit.

Im November seien von der Türkei aus rund 140 000 Migranten über das Mittelmeer nach Europa gekommen und damit rund 80 000 weniger als noch im Oktober, sagte UNHCR-Sprecher William Spindler.

Als Hauptgründe für den Rückgang um rund 36 Prozent nannte der Sprecher die schlechter werdenden Witterungsbedingungen, die Überfahrten in Booten erschwerten sowie Erfolge beim Vorgehen der Türkei gegen Menschenschmuggler. Der Rückgang der Flüchtlingszahl sei zwar deutlich, jedoch wagten insgesamt immer noch sehr viele Menschen aus Syrien und anderen Krisenregionen die Flucht auf der gefährlichen Mittelmeer-Route, betonte Spindler.

Die Gesamtzahl der seit Januar über das Mittelmeer nach Europa geflohenen Menschen stieg auf mehr als 870 000, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am selben Tag mitteilte.

Erst am Sonntag hatten sich die Europäische Union und die Türkei auf einen gemeinsamen Aktionsplan verständigt, um den Zustrom syrischer Flüchtlinge nach Europa einzudämmen. Die Türkei ist das wichtigste Transitland auf dem Weg nach Europa.

Unter den Flüchtlingen waren in den letzten Monaten so viele Kinder wie nie zuvor. Allein im Oktober sei jeder dritte Migrant, der an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien registriert wurde, minderjährig gewesen, erklärte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) am Dienstag in Genf.

Noch im Juni seien nur etwa zehn Prozent der Asylsuchenden Kinder gewesen. Ihr Anteil habe sich insgesamt im bisherigen Durchschnitt des Jahres 2015 auf 20 Prozent verdoppelt. Dabei nehme auch die Zahl der Kinder zu, die ohne Begleitung von Verwandten oder anderen Erwachsenen auf der Flucht seien. Beinahe ein Drittel der mehr als 3600 Flüchtlinge, die seit Anfang 2015 im Mittelmeer umgekommen sind, waren laut Unicef und IOM Mädchen und Jungen im Alter bis zu 17 Jahren, fünf Prozent waren jünger als zwei Jahre.

dpa

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