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Politik UN: Zahl der Bootsflüchtlinge wird steigen
Nachrichten Politik UN: Zahl der Bootsflüchtlinge wird steigen
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10:58 01.07.2015
Bootsflüchtlinge vor der Küste der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa. Quelle: Italian Navy
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Genf

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) wurde im ersten Halbjahr bereits die Rekordzahl von 137 000 Flüchtlingen und Zuwanderern verzeichnet, die mit Booten in Italien oder Griechenland ankamen. Griechenland hat laut UN inzwischen Italien als erstes Ziel auf europäischem Boden abgelöst. Zuletzt sei dank des verstärkten Einsatzes von Rettern die Zahl der Ertrunkenen und Vermissten deutlich zurückgegangen. Im ersten Halbjahr waren 1867 bei der Überfahrt ums Leben gekommen, davon 80 im Mai und Juni.

"Der Rückgang bei den Ertrunkenen in den beiden vergangenen Monaten ist ermutigend", sagte Guterres. Es zeige, dass es durch die richtige Politik und einen wirksamen Einsatz auf See möglich sei, Leben zu retten. Allerdings gelte es wachsam zu bleiben. Die Überfahrt bleibe ein hohes Risiko für die Flüchtlinge.

Jeder dritte Flüchtling stammte aus Syrien, sehr viele Menschen kamen außerdem aus Afghanistan und Eritrea. Die meisten von ihnen seien wegen Kriegs, Konflikten und Verfolgung geflohen, hieß es. "Angesichts der Debatten in Europa über den besten Umgang mit dieser zunehmenden Krise muss klar sein: Die meisten Menschen, die übers Meer in Europa ankommen, sind Flüchtlinge, die Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen", sagte Guterres.

dpa

Auch ein halbes Jahr nach Einführung des Mindestlohns in Deutschland stehen vielen Beschäftigten entsprechende Lohnerhöhungen erst noch bevor. "Wir haben nicht nur die Wirkung des Mindestlohns seit dem 1. Januar", sagte das Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Stefan Körzell, der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des Halbjahresjubiläums der Lohnuntergrenze am 1. Juli in Berlin.

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