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Nachrichten Politik US-Bundesstaat will mit Stickstoff hinrichten
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15:44 15.03.2018
Der Justizminister von Oklahoma hat bekanntgegeben, dass der US-Bundesstaat Todeskandidaten künftig mit Stickstoff hinrichten will. Quelle: EPA (Symbolbild)
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Oklahoma City

Unklar ist aber noch, wann es zu den ersten Exekutionen mit dieser Methode kommen wird. Die Behörden wollen nun zunächst einen Ablaufplan entwickeln.

Oklahoma hat seit drei Jahren keine Hinrichtungen mehr vollstreckt. Viele Bundesstaaten haben zunehmend Schwierigkeiten, Todeskandidaten mit der Giftspritze hinzurichten. Denn viele Pharmakonzerne wollen nicht mehr, dass mit ihren Substanzen getötet wird, und weigern sich, Wirkstoffe zu liefern. Auch Oklahoma hat deshalb Beschaffungsprobleme. In einem Fall wurde dort zudem ein Mittel eingesetzt, das für eine Exekution gar nicht vorgesehen ist.

Erzbischof von Oklahoma City: Todesstrafe entwürdigt alle Menschen

Gegenwärtig warten in Oklahoma 49 Todeskandidaten auf ihre Hinrichtung. Der römisch-katholische Erzbischof von Oklahoma City, Paul Coakley, äußerte sich „zutiefst enttäuscht“ über die Ankündigung der neuen Exekutionsmethode. Die Todesstrafe entwürdige alle Menschen, sagte er in einem Fernsehinterview.

Der Rechtsanwalt Dale Baich kritisierte die Methode als „experimentell“. Stickstoff sei noch nie für Exekutionen verwendet worden, sagte er. Über die Zulassung der Methode werden Gerichte entscheiden. Fast alle Hinrichtungen in den USA werden mit der Giftspritze vollzogen. Auch andere Staaten haben Probleme bei der Beschaffung der Mittel.

Von RND/dpa

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