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US-Präsidentschaftsbewerber Trump fordert Mauer zu Mexiko

Wahlen US-Präsidentschaftsbewerber Trump fordert Mauer zu Mexiko

Bislang waren es nur Sprüche. Jetzt stellt Donald Trump seine Ausländerpolitik in einem Papier vor. Diplomatischer äußert er sich darin aber auch nicht. Wie das Papier wohl bei Latino-Wählern ankommt?

Washington. Mit einer Grenzmauer zu Mexiko will der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump illegale Einwanderer abschrecken.

Die USA sollten sich das Geld dafür zurückholen, etwa durch Visagebühren für mexikanische Geschäftsleute und Diplomaten, heißt es in einem Positionspapier des Milliardärs zur Einwanderungspolitik.

In den USA leben schätzungsweise elf Millionen illegale Einwanderer - die meisten stammen aus Lateinamerika. Immigration dürfte zum Top-Thema des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 werden. In den Umfragen führt Trump derzeit klar vor den anderen republikanischen Konkurrenten.

Trumps Papier verspricht eine Einwanderungsreform, "die Amerika wieder groß machen wird". Der erste Punkt darin lautet: "Eine Nation ohne Grenzen ist keine Nation." Daher müssten die Grenzen effektiv gesichert und die Verfolgung illegaler Immigranten verstärkt werden. Dazu brauche es auch mehr Polizisten an der Grenze zu Mexiko. Wer illegal ins Land gekommen ist, müsse gehen.

Bereits zuvor war der Milliardär mit fremdenfeindlichen Sprüchen über illegale Latino-Einwanderer aufgefallen. "Sie bringen Drogen, Verbrechen, Vergewaltiger", meinte er etwa unlängst in einer Rede. Doch diesmal fixierte er seine Strategie schriftlich - zur Überraschung von Kommentatoren äußerte er sich aber kaum zurückhaltender.

Zuvor hatte Trump zuvor in einem Interview des Senders NBC gesagt, dass illegale Immigranten "gehen müssen". Familien würden nicht auseinandergerissen, "aber sie müssen gehen". So will er beispielsweise auch, dass alle in den USA straffällig gewordenen Ausländer in ihre Heimat zurückgeschickt werden.

Auch die Regelung, wonach in den USA geborene Kinder illegaler Immigranten automatisch die Staatsbürgerschaft erhalten, will Trump abschaffen.

dpa

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