Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik US-Wahl 2020: Diese Demokraten wollen Donald Trump entmachten
Nachrichten Politik US-Wahl 2020: Diese Demokraten wollen Donald Trump entmachten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:49 15.04.2019
Elisabeth Warren, Joe Biden und Bernie Sanders Quelle: Imago/AP
Washington

Die Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl im November 2020 festlegen, beginnen erst in rund einem Jahr. Aber wer hat überhaupt eine Chance gegen Donald Trump? Die aussichtsreichsten Kandidaten:

Joe Biden

Joe Biden, ehemaliger Vizepräsident der USA, spricht bei einer Konferenz der „Internationalen Bruderschaft der Elektriker“. Quelle: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Tritt er an, oder tritt er nicht an? Joe Biden, der Alt-Star im Rennen ums Weiße Haus, macht es spannend. Seit 45 Jahren ist der Sohn eines Autoverkäufers in der Politik aktiv. Ex-Präsident Barack Obama diente er als Stellvertreter, verzichtete nach dem Krebstod seines Sohnes aber auf eine Bewerbung um die Nachfolge. Der 76-jährige Mann der Mitte kommt bei der Arbeiterschaft gut an.

Sein kumpeliger Stil mit Umarmungen und Küssen bereitet ihm allerdings Probleme, nachdem sich mehrere Frauen darüber beschwert haben. Trotzdem wäre er wohl Spitzenreiter. Die Auguren erwarten, dass er nach Ostern seinen Hut in den Ring wirft.

Bernie Sanders

Der erfahrene Linke: Bernie Sanders Quelle: AP

Seine Anhänger feiern ihn als Vorkämpfer der Gerechtigkeit. Seine Gegner sehen in dem 77-jährigen parteilosen Senator aus Vermont einen wütenden Sozialisten. Bernie Sanders polarisierte schon 2016, als er im Vorwahlkampf gegen Hillary Clinton unterlag.

Inzwischen sind die Demokraten nach links gerückt, und seine Forderungen nach einer steuerfinanzierten allgemeinen Krankenversicherung, kostenlosem Studium und höheren Steuern auf Erbschaften klingen nicht mehr so exotisch. Doch Sanders hat Konkurrenz von jüngeren Linken bekommen, und bei den schwarzen Wählern kommt er nicht so gut an.

Pete Buttigieg

Shootingstar der Demokraten: Pete Buttigieg. Quelle: Craig F. Walker/Getty

„Er ist dieselbe Person im Privatleben wie im Wahlkampf”, hat sein Ehemann Chasten über Pete Buttigieg gesagt. Der 37-Jährige wäre bei einer Wahl nicht nur der jüngste, sondern auch der erste offen schwule US-Präsident. Weil sein Vater zudem aus Malta einwanderte und Buttigieg sich nicht vor dem Militärdienst drückte, sondern in Afghanistan diente, verkörpert der Bürgermeister von South Bend in vielerlei Hinsicht das Gegenbild zu Donald Trump.

Seine natürliche, moderne Art und Internetpräsenz haben ihm viele Sympathien eingebracht. Kritiker halten ihn gleichwohl politisch für zu unerfahren.

Elizabeth Warren

Auf Linkskurs: Elizabeth Warren. Quelle: John Locher/AP

Wer mit Elizabeth Warren diskutiert, sollte die Fakten präsent haben. Von allen Bewerbern fährt die Professorin und Senatorin von Massachusetts die substanziellste Kampagne. Die 69-Jährige steuert auf linkem Kurs, aber ihre Vorschläge zur Bankenregulierung, Zerschlagung von Internetgiganten oder einer siebenprozentigen Unternehmenssteuer sind bis ins Detail durchdacht.

Trotzdem hatte Warren einen schwachen Start und konnte nur ein Drittel der Spenden von Sanders einsammeln. Ihr missglückter Versuch, eine Abstammung von den Cherokee-Ureinwohnern nachzuweisen, hat ihr viel Spott eingebracht.

Kamala Harris

„Antithese zu Trump“: Kamala Harris. Quelle: ZUMA Wire

“Wenn sie eine Aktie wäre, würde ich sie kaufen”, hat Jim Messina, der Ex-Kampagnenmanager von Barack Obama, über Kamala Harris gesagt: “Sie ist die Antithese zu Trump”.

Tatsächlich bringt die Senatorin von Kalifornien gute Voraussetzungen mit, um in den kommenden Monaten noch mehr Unterstützung zu sammeln: Sie ist als Tochter eines Wirtschaftsprofessors aus Jamaika und einer indischstämmigen Ärztin attraktiv für weibliche und migrantische Wähler, mit 54 Jahren deutlich jünger als viele Mitbewerber und entzieht sich einer ideologischen Zuordnung. Bei der Kavanaugh-Anhörung hat sie zudem ihre rhetorische Brillanz bewiesen.

Beto O’Rourke

Der Beinahe-Senator von Texas: Beto O’Rourke. Quelle: Richard Ellis/Imago

Noch immer kreuzt er überraschend in Coffeeshops auf, steigt auf einen Stuhl und begeistert die Zuhörer mit einer Stegreifrede. Beto O’Rourke, der im Herbst knapp einen Sensationserfolg bei den Senatorenwahlen in Texas verpasste, hat sein Charisma nicht verloren. Allerdings ist der 46-Jährige nicht mehr das einzige frische Gesicht in der Bewerberschar.

Seine auf die eigene Geschichte zugeschnittene Kampagne mit einer Personality-Story in Vanity Fair macht ihn menschlich sympathisch, nährt aber Zweifel an seiner politischen Substanz. Auch dass er Ölbohrungen im Golf von Mexiko nicht verbieten wollte, hat ihm Kritik eingebracht.

Von Karl Doemens/RND

Bernd Lucke war Gründungsparteichef der AfD. In seinem Buch „Systemausfall“ schreibt er, wie wenig er selbst die Vorgänge in der Partei durchblickte, als er ihr Vorsitzender war. Entscheidend dafür war ein Ereignis im Februar 2015.

15.04.2019

Die heftig umstrittene Reform des EU-Urheberrechts ist endgültig beschlossen. In einer letzten Abstimmung stimmten die EU-Staaten dem Vorhaben mehrheitlich zu. Die EU-Länder haben nun rund zwei Jahre Zeit, die neuen Regeln in nationales Recht umzusetzen.

15.04.2019

Auf den ersten Wahlsieg seit 20 Jahren folgt für die Sozialdemokraten die Suche nach einer mehrheitsfähigen Regierung. Parteichef Rinne dürfte auf die Hilfe von einer anderen großen Partei angewiesen sein - ein rein linksgerichtetes Bündnis hat keine Mehrheit.

15.04.2019