Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik USA und Russland erwägen militärische Absprachen in Syrien
Nachrichten Politik USA und Russland erwägen militärische Absprachen in Syrien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:10 17.09.2015
Trotz ernsthafter Zweifel an den Absichten Russlands kann sich US-Außenminister Kerry Absprachen auf militärischer Ebene vorstellen. Foto: Jim Lo Scalzo
Anzeige
Washington/Moskau

Die USA und Russland erwägen offenbar ein gemeinsames militärisches Vorgehen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien.

Im Gespräch seien Absprachen auf militärischer Ebene, sagte US-Außenminister John Kerry am Mittwoch bei einem Treffen mit seinem südafrikanischen Amtskollegen Maite Nkoana-Mashabane. Der Vorschlag kam Kerry zufolge von russischer Seite.

"Wir nehmen nichts für bare Münze", stellte der Chefdiplomat klar. Es gebe ernsthafte Zweifel an den Absichten Russlands. Weißes Haus, Pentagon und Außenministerium diskutierten derzeit das weitere Vorgehen. Die USA, die ein internationales Bündnis gegen die IS-Kämpfer anführen, würden eine "konstruktive Unterstützung" Moskaus begrüßen, sagte Regierungssprecher Josh Earnest.

Russland ist ein enger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, der ebenfalls gegen den IS kämpft, nach Ansicht der USA die Legitimität seines Volkes aber verloren hat. In dem seit mehr als vier Jahren tobenden Krieg wird er beschuldigt, Zivilisten mit Fassbomben anzugreifen und Giftgas und Folter einzusetzen.

Kremlchef Wladimir Putin schmiedet bereits seit längerem eine internationale Koalition, die - aus Sicht Moskaus - den IS bekämpfen soll. Vor allem im Westen warnen Beobachter aber vor einer solchen Defacto-Unterstützung des Regimes in Damaskus. Dies würde ihrer Ansicht nach den Krieg und damit die Flüchtlingskrise verlängern.

Kerry und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow hatten am Dienstag auf US-Initiative hin bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche telefoniert. Lawrow betonte in dem Gespräch nach Angaben aus Moskau die Notwendigkeit, eine Einheitsfront im Kampf gegen Terrorgruppen in Syrien zu bilden.

dpa

Kaum einen Mitstreiter lässt "The Donald" Trump bei seinen Tiraden aus. Auch auf der Bühne zwischen zehn Republikanern knickt er nicht ein. Doch seine Gegner bäumen sich auf - und längst scheint es, als wollten sie ihn im Rennen ums Weiße Haus zusammen aus dem Weg räumen.

17.09.2015

Der Wirtschaftsflügel der Union hat vor Problemen bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gewarnt. "Es ist verständlich, wenn die Bundeskanzlerin in diesen Tagen Optimismus verbreitet", schreibt der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union, Carsten Linnemann (CDU), in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" .

16.09.2015

Am Grenzübergang Röszke entlädt sich der Frust der ausgesperrten Flüchtlinge. Die grenzüberschreitende Straßenschlacht fordert Verletzte auf beiden Seiten. Die meisten Asylbewerber wählen indes eine neue Route über Kroatien und Slowenien.

16.09.2015
Anzeige