Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Umweltministerin fährt schadstoffstarken Dienstwagen
Nachrichten Politik Umweltministerin fährt schadstoffstarken Dienstwagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:10 11.05.2016
"Gut in Fahrt": Umweltministerin Barbara Hendricks feiert in Hannover die Inbetriebnahme von Elektro-Bussen. Ihr Dienstwagen dagegen ist unter den Ministern der umweltschädlichste. Quelle: Julian Stratenschulte
Anzeige
Berlin

Die deutsche Umweltministerin ist im Dienstwagen nicht gerade klimafreundlich unterwegs: Von den Bundesministern nutzt Barbara Hendricks das Auto mit dem höchsten CO2-Ausstoß.

Den letzten Platz im diesjährigen Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe teilt sie sich mit zwei SPD-Parteikollegen, Justizminister Heiko Maas und Familienministerin Manuela Schwesig.

Vor einem Jahr hatte Hendricks noch den ersten Platz belegt - ihr neues Auto stößt aber mehr CO2 aus, zudem haben viele Kollegen sich sparsamere Wagen zugelegt. Die Umweltministerin werde bald einen anderen Dienstwagen anschaffen, sagte ein Sprecher. Wahrscheinlich werde es ein Hybridauto - also ein Auto mit Elektro- und Benzinmotor.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, der von Umweltschützern meist nur Ärger bekommt, steht dagegen ganz gut da: Der CSU-Politiker wird im Wagen mit dem zweitgeringsten CO2-Ausstoß gefahren, nur Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) ist noch sparsamer unterwegs. Die Umwelthilfe hat für ihren am Mittwoch in Berlin vorgestellten Vergleich insgesamt 231 Politiker zu ihren Dienstwagen befragt.

Für Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel (SPD) gibt es aus Sicherheitsgründen keine Angaben, da sein Dienstwagen besonders gepanzert ist. Auch für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fehlt deswegen die Auskunft. Wenn ein Politiker mehrere Autos nutzt, schaut sich die Umwelthilfe nur das mit dem höchsten CO2-Ausstoß an, auch wenn es nicht so oft gefahren wird wie andere.

Eine "grüne Karte" für klimaverträgliche Fahrzeuge bekam kein Bundesminister. Die gab es nur für Autos mit weniger als 124 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer, Spitzenreiterin Wanka ist aber mit 132 Gramm unterwegs. Die EU erlaubt derzeit noch 130 Gramm pro Kilometer für neu zugelassene Autos, ab 2020 sollen es nur noch 95 Gramm sein.

Im Lichte des Abgas-Skandals um Stickoxid-Werte von Dieselfahrzeuge vergab die Umwelthilfe ihre "grüne Karten" dieses Jahr an keine Dieselfahrzeuge, auch wenn diese im Schnitt weniger klimaschädliches CO2 ausstoßen als Benziner. Elektroautos, die die Union mit einer Kaufprämie fördern will, finden sich in der Liste kaum.

Im Vergleich der Landesregierungen fahren die Hamburger am sparsamsten. Den letzten Platz belegte die bayerische Landesregierung - Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hielt seine Daten in diesem Jahr allerdings geheim.

dpa

Konkurrenzlos gewinnt Donald Trump weitere Vorwahlen. Die Demokraten hingegen kämpfen weiter mit sich selbst: Bernie Sanders gewinnt einige Einzelstaaten, Hillary Clinton bleibt vorn. Aber Umfragen sehen Sanders im Duell gegen Trump stärker abschneiden.

11.05.2016

Es ist nicht nur eine Erinnerung an dunkle Zeiten: Zwar ist Homosexualität seit 1994 nicht mehr strafbar, die Urteile auf Basis des Paragrafen 175 wurden jedoch nie aufgehoben. Das soll sich jetzt ändern.

11.05.2016

Neues Ukraine-Treffen in Berlin. Steinmeier klagt zu Beginn über einen "Stillstand" in den Gesprächen. Mit Vereinbarungen für Lokalwahlen soll es jetzt wieder voran gehen. Bald muss die EU auch über die Sanktionen gegen Russland entscheiden.

11.05.2016
Anzeige