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Nachrichten Politik Unionsfraktion wählt Jung zum Brinkhaus-Nachfolger
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18:51 09.10.2018
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ralph Brinkhaus, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU Fraktion im Bundestag,bei der Fraktionssitzung der Union im Bundestag Quelle: Michael Kappeler/dpa
Berlin

Die Unionsfraktion im Bundestag hat den Chef der baden-württembergischen Landesgruppe, Andreas Jung (43), zum neuen Vizevorsitzenden gewählt. Nach Angaben aus Fraktionskreisen erhielt er am Dienstag 76,7 Prozent der Stimmen. Der Finanzexperte Olav Gutting (47) unterlag. Er stammt ebenfalls aus dem Südwesten. Jung erhielt 135 Stimmen, Gutting 41.

Jung, der sich als Parlamentarier bisher vor allem um Europafragen und Umweltthemen kümmert, wird in der Fraktion künftig für Haushalt, Finanzen und Steuern zuständig sein. Er besetzt den Posten der freigeworden war, weil der frühere Stellvertreter Ralph Brinkhaus (CDU) vor zwei Wochen in einer Kampfabstimmung den langjährigen Fraktionschef Volker Kauder (CDU) aus Baden-Württemberg verdrängt hatte. Kauders Abwahl war als Schlappe für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verstanden worden, die sich für Kauder stark gemacht hatte. In der Riege der Parlamentarischen Geschäftsführer gab es keine Veränderungen. Sie wurden alle ohne Gegenkandidaten wiedergewählt.

Jung mit starkem Rückhalt in baden-württembergischer Landesgruppe

Jung war mit gut 91 Prozent der Stimmen nominiert worden. Er sagte vor der Wahl, der starke Rückhalt seiner Landesgruppe habe ihn ermutigt, um das Vertrauen aller Abgeordneten von CDU und CSU zu werben. Er wolle einen Beitrag zur Stabilität der Fraktion leisten. „Es gilt, den Blick nach vorne zu richten, die Reihen zu schließen und wie Ralph Brinkhaus es ausgedrückt hat, gemeinsam an einem neuen Aufbruch zu arbeiten“, sagte Jung.

Während Jung im Umweltausschuss des Bundestages sitzt und auch als Europaexperte gilt, sind Gutting und Fischer ähnlich wie Brinkhaus als Finanzfachleute bekannt. Gutting ist Mitglied im Finanzausschuss des Bundestages, Fischer im Haushaltsausschuss.

Drohende Diesel-Fahrverbote sorgen für Diskussionen

Für Diskussionen sorgten zu Beginn der Fraktionssitzung am Dienstag erneut die in mehreren Städten drohenden Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte dem Senat der Hauptstadt zuvor auferlegt, spätestens ab Mitte 2019 Fahrverbote für Diesel mit zu hohem Stickoxid-Ausstoß in mehreren Straßen einzuführen.

Von RND/dpa/ngo

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