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Politik Vergifteter Ex-Doppelagent bat Putin um Pardon
Nachrichten Politik Vergifteter Ex-Doppelagent bat Putin um Pardon
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21:51 24.03.2018
Der damalige russische Botschafter in Österreich und aktueller Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew. Netschajew hat Deutschland vor eigenen Konsequenzen gegen Russland aus dem Giftanschlag in Großbritannien gewarnt. Quelle: dpa
London/Moskau

„Er schrieb Wladimir Putin an und bat um ein vollständiges Pardon und die Erlaubnis, Russland besuchen zu dürfen“, berichtete Wladimir Timoschkow.

Moskau bestreitet jedoch, jemals einen Brief Skripals erhalten zu haben. „Nein, das ist nicht der Fall“, antwortete Kremlsprecher Dmitri Peskow auf eine entsprechende Anfrage der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Samstag.

Timoschkow hatte Skripal eigenen Angaben nach im Jahr 2012 über dessen Tochter Yulia kontaktiert. Dieser habe bestritten, ein Verräter zu sein. Er habe sich nur der ehemaligen Sowjetunion verpflichtet gefühlt, nicht Russland, erinnert sich Timoschkow. Trotzdem habe Skripal es bereut, ein Doppelagent gewesen zu sein, das habe sein Leben durcheinander gebracht. Skripal wurde 2006 in Russland verurteilt und kam vier Jahre später im Rahmen eines Gefangenenaustauschs nach Großbritannien.

Skripal und seine Tochter Yulia waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank im englischen Salisbury entdeckt worden. Die britischen Ermittler gehen davon aus, dass sie mit dem in der früheren Sowjetunion entwickelten Kampfstoff Nowitschok vergiftet wurden. Beide befinden sich seitdem in einem kritischen aber stabilen Zustand. Russland streitet jegliche Verantwortung für den Anschlag ab. Großbritannien und Russland haben bereits die Ausweisung von 23 Diplomaten des jeweils anderen Landes angeordnet.

Russischer Botschafter warnt vor deutscher Reaktion auf Fall Skripal

Der russische Botschafter in Berlin hat Deutschland vor Maßnahmen gegen Moskau wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal gewarnt. „Wir hoffen sehr, dass unsere deutschen Partner nicht nach fremden Regeln spielen werden, dabei noch mit geschlossenen Augen. Das liegt kaum in unser aller Interesse“, sagte Sergej Netschajew der Deutschen Presse-Agentur. „Die deutsch-russischen Beziehungen haben eine strategische Bedeutung.“

Von dpa/RND

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