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Vier Tote bei Anschlägen in Jerusalem

Konflikte Vier Tote bei Anschlägen in Jerusalem

Israel wird von einer neuen Anschlagsserie erschüttert und droht mit härteren Schritten gegen die Palästinenser. Steht die Region an der Schwelle eines neuen Palästinenseraufstands?

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Ermittler am Samstag am Ort der erstenAttacke in Jerusalem.

Quelle: Abir Sultan

Jerusalem. Bei Anschlägen in Jerusalem sind binnen weniger Stunden vier Menschen getötet worden, darunter zwei palästinensische Angreifer.

In der Nacht zum Sonntag stach ein Mann einen 15-jährigen Israeli nieder und wurden dann von Polizisten erschossen. Der Jugendliche wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Nur wenig zuvor hatte ein Palästinenser in der Altstadt zwei Israelis mit einem Messer tödlich verletzt. Der Mann wurde ebenfalls von Polizisten erschossen.

Israels Geheimdienstminister Israel Katz drohte angesichts der Terrorwelle mit einer neuen breiten Militäroperation. "Wir werden unsere Maßnahmen gegen die Palästinenser verschärfen", sagte er dem israelischen Armeesender am Sonntag. Israel verbot Palästinensern aus dem Westjordanland am Sonntag für zwei Tage den Zutritt zur Jerusalemer Altstadt.

Ein Palästinenser hatte am Samstagabend nach Angaben der Polizei in der Altstadt auf mehrere Mitglieder einer jüdischen Familie eingestochen und dabei zwei Männer getötet. Einem von ihnen - einem 21 Jahre alten Soldaten - habe er seine Waffe weggenommen und auf eine Gruppe von Touristen und Polizisten geschossen, bevor er selbst erschossen wurde.

Bei einer Festnahmeaktion der israelischen Armee in der Palästinenserstadt Dschenin im nördlichen Westjordanland wurden nach palästinensischen Medienberichten mehr als 30 Palästinenser verletzt. Zwei Terrorverdächtige seien festgenommen worden.

Angesichts eines Streits um die Nutzung des Tempelbergs in Jerusalem hatte es zuletzt immer wieder Konfrontationen zwischen Palästinensern und Israelis gegeben. Die USA zeigten sich beunruhigt über die Spannungen. Der Sprecher des Washingtoner Außenministeriums, John Kirby, rief alle Seiten auf, eine Eskalation der Lage zu verhindern. 

Die radikal-islamische Hamas begrüßte den Anschlag auf die jüdische Familie in Jerusalem als "klare Botschaft" an Israel. Die Palästinenser seien bereit, bei der Verteidigung des Tempelbergs zu sterben.

Israel wird gegenwärtig von einer Serie von Anschlägen erschüttert. Am Donnerstag hatte ein mutmaßlich palästinensischer Täter im Westjordanland ein jüdisches Elternpaar vor den Augen seiner vier Kinder erschossen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte sich am Mittwoch bei einer Rede vor der UN-Vollversammlung von den Friedensverträgen mit Israel losgesagt.

dpa

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