Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Vorsichtiger Optimismus bei IAEA-Atomgesprächen mit dem Iran
Nachrichten Politik Vorsichtiger Optimismus bei IAEA-Atomgesprächen mit dem Iran
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:54 28.10.2013
Irans Vizeaußenminister Abbas Araghchi hat vor «die restlichen Probleme in kürzester Zeit auszuräumen». Quelle: Abedin Taherkenareh/Archiv
Anzeige
Wien

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit einem guten Ergebnis rechnen können", sagte Araghchi am Montag. Sein Land habe Vorschläge und neue Ansätze in die Verhandlungen eingebracht.

Zugleich machte IAEA-Chef Yukiya Amano klar, dass den Worten Taten folgen müssten: "Es ist für uns alle wichtig, dass wir zu konkreten Fortschritten kommen." Es gelte, eine Reihe sehr komplizierter Fragen zu lösen.

Die IAEA versucht seit langem, Zugang zu iranischen Atomanlagen und zu Dokumenten zu bekommen, die im Zusammenhang mit angeblichen Atomwaffenprojekten stehen sollen, und vermisst in Teheran das Bemühen um Transparenz. Die IAEA-Experten interessieren sich in erster Linie für die Militäranlage Parchin südöstlich von Teheran. Westliche Geheimdienste vermuten, dass dort Experimente zur Entwicklung von Atomsprengköpfen ausgeführt wurden.

Bisher konnten sich beide Seiten nicht auf die Modalitäten von Vor-Ort-Inspektionen einigen. So hat die IAEA Forderungen aus Teheran zurückgewiesen, vorab über alle Kontrollen informiert zu werden und ihr Ausmaß begrenzen zu können. Der Westen verdächtigt die Regierung in Teheran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an Nuklearwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet dies.

Die Gespräche am Montag waren der Auftakt zu intensiven diplomatischen Kontakten in den kommenden zwei Wochen. Unmittelbar nach den IAEA-Gesprächen sind Verhandlungen auf Expertenebene zwischen dem Iran und den UN-Vetomächten plus Deutschland ("5+1-Gruppe") ebenfalls in Wien geplant. Iran drängt auf eine Lockerung der Sanktionen und will möglichst in den nächsten Monaten bereits deutliche Fortschritte erreichen. Die Ergebnisse des Expertentreffens werden bei den nächsten politischen Atomgesprächen am 7. und 8. November in Genf diskutiert.

dpa

Bei der Suche nach einer neuen Regierung in Hessen bleibt der Ausbau des Frankfurter Flughafens für ein schwarz-grünes Bündnis das größte Hindernis. Die beiden Parteien kamen sich bei der dritten Sondierung in dieser Frage nicht näher, wie CDU-Landeschef Volker Bouffier und Grünen-Chef Tarek Al-Wazir in Wiesbaden am Montag nach einem fünfstündigen Gespräch einräumten.

28.10.2013

Polens erster demokratisch gewählter Ministerpräsident der Nachkriegszeit, Tadeusz Mazowiecki, ist tot. Der Bürgerrechtler und tief gläubige Katholik starb am Montag nach langer Krankheit im Alter von 86 Jahren.

28.10.2013

Kiels Oberbürgermeisterin hat aufgegeben. Susanne Gaschke war mit vehementen Rücktrittsforderungen wegen ihres umstrittenen Steuerdeals und ihres Verhaltens danach konfrontiert.

28.10.2013
Anzeige