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Waffenruhe in Aleppo hält zunächst

Konflikte Waffenruhe in Aleppo hält zunächst

Nach dem Beginn der neuen Waffenruhe sind die Kämpfe in der syrischen Stadt Aleppo eingestellt worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichte, es habe bisher keine Verstöße gegen die Feuerpause gegeben.

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Eine durch Bombenangriffe verwüstete Straße im syrischen Aleppo.

Quelle: Zouhir al Shimale

Aleppo. Auch der lokale TV-Kanal Halab Today meldete, es herrsche Ruhe.

Die USA und Syriens enger Verbündeter Russland hatten sich auf die neue Waffenruhe geeinigt, nachdem die Gewalt in Aleppo in den vergangenen Tagen eskaliert war. Nach Angaben syrischer Staatsmedien war die 48-stündige Feuerpause in den frühen Morgendstunden in Kraft getreten. Aleppo ist der umkämpfteste Schauplatz in Syriens Bürgerkrieg.

UN-Untergeneralsekretär Jeffrey Feltman sagte am Mittwoch, die Bombardements der syrischen Regierung in den vergangenen zwei Wochen zählten zu den schlimmsten seit Beginn des Bürgerkriegs. UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien sprach von einem "Gemetzel" und sagte, das Leben in Aleppo sei wegen der ständigen Gefahr von Attacken, darunter Luftangriffe mit Fassbomben, entsetzlich und habe jeden Sinn verloren.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, der sich am Mittwoch mit seinem französischen Kollege Jean-Marc Ayrault um eine Wiederbelebung der Friedensgespräche bemüht und nachdrücklich eine Waffenruhe in Aleppo gefordert hatte, begrüßte die Einigung. Nunmehr seien alle Konfliktparteien aufgefordert, die Waffenruhe voll einzuhalten und den Menschen in Aleppo "nach Wochen der Angst und Verzweiflung eine Atempause von Krieg und Gewalt zu verschaffen", sagte der SPD-Politiker. Zudem sei die Einhaltung der Feuerpause "eine wichtige Grundlage" dafür, dass die Genfer Verhandlungen zwischen Regime und Opposition so schnell wie möglich wiederaufgenommen werden können.

Aus Protest gegen den Anstieg der Gewalt in den vergangenen Wochen hatte die syrische Opposition die Friedensgespräche in Genf verlassen. Insgesamt sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs vor mehr als fünf Jahren nach UN-Angaben rund 400 000 Menschen ums Leben gekommen.

In Berlin soll auch ein neues Treffen der internationalen Syrien-Kontaktgruppe vorbereitet werden, die sich zuletzt im Februar in München getroffen hatte. Dazu findet am kommenden Montag in Paris ein weiteres Vorbereitungstreffen mit zehn Staaten statt, wie Ayrault mitteilte.

dpa

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