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Politik Waffenruhe mit der letzten Guerilla-Gruppe
Nachrichten Politik Waffenruhe mit der letzten Guerilla-Gruppe
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17:14 04.09.2017
Die Friedenverhandlungen wurden von Ecuador seit Februar 2017 moderiert. Quelle: AP
Quito

Kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus in Kolumbien haben sich die Regierung und die Guerillaorganisation ELN auf einen vorübergehenden Waffenstillstand geeinigt. Vom 1. Oktober bis zum 12. Januar kommenden Jahren sollen die Waffen schweigen, wie der kolumbianische Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos am Montag mitteilte. Die ELN verpflichte sich, die Entführungen, Anschläge auf Pipelines und Angriffe gegen Zivilisten einzustellen. Später könnte die Waffenruhe verlängert werden.

Mehr als 220.000 Menschen kamen ums Leben

Die ELN und die Regierung verhandeln derzeit in Ecuador über ein Friedensabkommen. Die größere Guerillaorganisation Farc unterzeichnete bereits im vergangenen Jahr einen Friedensvertrag und legte die Waffen nieder. Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften, linken Rebellen und rechten Paramilitärs kamen in Kolumbien seit Mitte der 1960er Jahre mehr als 220.000 Menschen ums Leben.

Am Mittwoch wird Papst Franziskus in Kolumbien erwartet. Mit seinem Besuch will er den historischen Friedensprozess in dem südamerikanischen Land stärken. Bei den Stationen in Bogotá, in der früheren Konfliktregion Villavicencio sowie in Medellín und Cartagena soll die Aussöhnung im Mittelpunkt stehen.

Von epd/dpa/ap/RND