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14:47 30.03.2017
Wolfgang Thierse ist für die Abschaffung der Altersgrenze bei Wahlen. Quelle: dpa
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Berlin


Lasst die Kinder an die Urnen! Die Forderung provoziert. Dabei geht es nur darum, das Grundgesetz ernst zu nehmen. Und den 13 Millionen Menschen in diesem Land, die in Sonntagsreden gerne als „unsere Zukunft“ gepriesen werden, eine Stimme zu geben. Im doppelten Sinne.

„Nur wer wählt, zählt“, hat der Deutsche Familienverband eine Kampagne überschrieben, in der er sich für das Wahlrecht von Geburt an starkmacht. Ich finde das richtig. Denn wir sind eine kinderunfreundliche Gesellschaft, unsere Wirtschaft ist kinderfeindlich und unsere Politik lässt gerne außer Acht, dass es die jungen Menschen von heute sind, die auch morgen mit unseren Entscheidungen zu leben haben. Nur: Diese jungen Menschen sind politisch rechtlos.

Artikel 20 des Grundgesetzes besagt, dass alle Macht vom Volk ausgeht. Zum Volk gehören auch die Kinder. Doch das vornehmste Recht ist für sie ausgesetzt, denn Artikel 38 setzt das Wahlalter auf 18 Jahre fest. Ich plädiere dafür, diese Altersgrenze abzuschaffen – und das Wahlrecht von Kindern treuhänderisch auf deren Eltern zu übertragen. Die vertreten ja auch in allen anderen Lebensbereichen die Rechte ihrer Kinder. Und wenn die Kinder mit zehn, zwölf Jahren politisch interessiert werden, nehmen sie ihr Wahlrecht selbst wahr. Allen Zweiflern, die mangelnde Reife und Beeinflussbarkeit junger Menschen ins Feld führen, halte ich entgegen: Wir prüfen auch sonst nicht den Verstand eines Wählers. Wegen Dummheit ist noch keinem sein Wahlrecht entzogen worden. Aber es birgt große Chancen für die Zukunft der Demokratie, wenn wir endlich entschlossen über Kinderrechte reden.

Von Wolfgang Thierse

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