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Warum müssen Auto- und Radfahrer ständig streiten?

Speakers’ Corner Warum müssen Auto- und Radfahrer ständig streiten?

Warum müssen Radfahrer und Autofahrer eigentlich ständig streiten, fragt unser Kolumnist. Und gibt es so etwas wie Notwehr gegen die Veloisierung des Autolandes? Seit Ewigkeiten besteht der Dissens zwischen beiden Verkehrsteilnehmern. Doch wem gehört die Straße nun eigentlich?

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Bei Wind und Wetter: Radfahrer sind grundsätzlich tapfere Menschen.
 

Quelle: dpa

Berlin. Der Morgen ist dunkel, nass und kalt. Die Straßen sind glitschig vom Laub. Wer sich auch an einem solchen Tag mit dem Fahrrad auf den Weg macht, wer das auch später noch durchhält, wenn Schneematsch die Radwege zudeckt, hat den Ehrentitel „Einer vonne Härtesten“ verdient. Nun gut, der Holsteiner Rocker Werner, der diesen Spruch einst prägte, war auf motorisiertem Zweirad unterwegs, aber Bike ist Bike. Und nicht Auto.

An Autos, genauer: an deren Fahrer, richtet sich eine aktuelle Publikation aus einem großen Hamburg–Berliner Medienhaus. Nach dessen Vorstellungen scheint dem Wesen des Autofahrers der Hass auf andere Verkehrsteilnehmer zwangsläufig innezuwohnen. Wie sonst käme man auf einen Titel, der diesen Hass laut in die Welt schreit: „DIE RADFAHRER SPINNEN – Sie treten, spucken, pöbeln. Sie rasen ohne Helm und Licht. Sie klauen uns die Straße. Sind Radfahrer wichtiger als wir Autofahrer?“

Nun kenne ich auch Menschen, die sowohl Rad als auch Auto fahren. Die „Auto Bild“ anscheinend nicht. Dieser Titel ist AfD im Straßenverkehr. Der notorische Falschparker Gauland hätte nicht besser hetzen können. Jeder Radfahrer nimmt UNS ein Stück UNSERER Straße weg. Jedes auf dem Radweg oder an der Kreuzung parkende Auto ist dann anscheinend Notwehr gegen die Veloisierung des Autolandes. Jede unachtsam geöffnete Autotür ein bedauernswerter Kollateralschaden im Kreuzzug gegen den Radlerwahn.

 Ihnen ist das zu billig, liebe Leser? Was zu beweisen war. Und ja, natürlich gibt es die Raser ohne Helm und Licht. Die sind aber, besonders in der dunklen Jahreszeit, welche vonne Blödesten.

Von Jan Sternberg

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