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11:14 29.01.2016
Die Humboldt-Universität zu Berlin nimmt an der Exzellenzinitiative teil. Quelle: Maurizio Gambarini/Archiv
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Berlin

Die vor zehn Jahren gestartete Exzellenzinitiative für Spitzenforschung hat nach Auffassung einer Expertenkommission neue Dynamik in das deutsche Hochschulsystem gebracht.

Zugleich sei eine Verstetigung und Verbesserung des bisher 4,6 Milliarden Euro teuren Förderprogramms notwendig, um "auf Augenhöhe mit den Besten" etwa in Großbritannien oder den USA zu gelangen, sagte der Vorsitzende des von Bund und Ländern berufenen Gremiums, Dieter Imboden.

"Die deutschen Universitäten sind auf dem Weg, aber das Ziel ist noch weit", erklärte Imboden bei der Präsentation des mit Spannung erwarteten Gutachtens am Freitag in Berlin. Es gebe noch mehrere "Baustellen" in der deutschen Wissenschaft, die bearbeitet werden müssten, beispielsweise bei der "Differenzierung von Forschungsthemen" an den Unis. Für eine Fortsetzung der Exzellenzinitiative von 2018 an im Umfang von mindestens 500 Millionen Euro pro Jahr solle den Hochschulen genügend Zeit gegeben werden, notfalls könne der Wettbewerb auch verlängert werden, schlug Imboden vor.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) sagte, das Gutachten der Kommission" bestärke Bund und Länder, ihre Exzellenzförderung fortzuführen. Nächste Woche werde es ein Treffen der Staatssekretäre der Wissenschaftsressorts geben, um den Bericht auszuwerten und Schlussfolgerungen zu ziehen. "Das geht jetzt schnell." Bis zum Frühsommer könne eine Bund-Länder-Vereinbarung für das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten fertig sein, um den nächsten Wettbewerb in die Wege zu leiten.

Das vor zehn Jahren gestartete Förderprogramm läuft Ende 2017 aus, ein neues soll sich bis 2028 anschließen. Um die Schwerpunkte werden Bund und Länder bis zu einer Entscheidung auf höchster Ebene im Sommer ringen, danach beginnt der Wettbewerb der Hochschulen um die besten Exzellenz-Konzepte und ihre künftige Förderung. Die große Koalition plant für eine dritte Runde mindestens vier Milliarden Euro ein sowie eine Milliarde für bessere Karrierewege jüngerer Wissenschaftler. Auch die Länder dürften einige hundert Millionen Euro zur nächsten Exzellenzinitiative beisteuern.

Imboden lobte insbesondere die Leistungen in den derzeit 43 Exzellenz-Forschungsclustern. Auch die zweite Förderlinie, die "Zukunftskonzepte" an bisher elf Exzellenz-Hochschulen, solle weitergeführt werden, womöglich als eine Art Leistungswettbewerb. "Habt den Mut, die zehn besten Universitäten in Deutschland mit einem speziellen Bonus zu versehen", sagte Imboden. Dagegen solle die dritte Förderlinie der Graduiertenschulen für wissenschaftlichen Nachwuchs beendet werden. "Das Instrument hat seine Funktion gehabt."

dpa

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