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Wieder mehrere Anschläge in Israel

Konflikte Wieder mehrere Anschläge in Israel

Fast jeden Tag kommt es zu neuen Attacken auf Israelis - Messer, Schusswaffen oder Autos setzen Palästinenser dabei ein. Letztlich ist es eine neue Form der Selbstmordanschläge, denn meistens werden die palästinensischen Attentäter bei ihren Angriffen selbst getötet.

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Am Eingang der Siedlung Beitar Illit verletzte eine Palästinenserin einen Wachmann. Foto: Abir Sultan

Tel Aviv/Ramallah. Die Welle palästinensischer Angriffe auf Israelis im Westjordanland reißt nicht ab. Bei insgesamt drei Attacken wurden am Sonntag ein palästinensischer Angreifer erschossen und fünf Israelis zum Teil schwer verletzt.

Eine Palästinenserin wurde bei ihrem Angriff auf einen Wachmann der Siedlung Beitar Illit verletzt und ins Krankenhaus gebracht, wie die Armee mitteilte. Zuvor hatte es geheißen, die 22-Jährige sei getötet worden. Von dem Vorfall kursierte im Internet ein Video.

Im nördlichen Westjordanland rammte ein Palästinenser am Morgen eine Gruppe von Israelis mit seinem Auto. Zwei junge Männer wurden dabei nach Polizeiangaben schwer und eine schwangere Frau leicht verletzt. Sicherheitskräfte hätten das Feuer auf den Fahrer eröffnet.

Danach wurde ein Israeli nach Medienberichten beim Einkaufen in dem palästinensischen Dorf Nabi Elias von zwei Männern mit Messern angegriffen und verletzt. Es sei ihm trotz seiner Verletzungen gelungen, zu einer nahe gelegenen israelischen Militärsperre zu fahren, hieß es. Israelische Sicherheitskräfte durchkämmten später auf der Suche nach den Tätern das Dorf.

Seit Anfang Oktober sind nach Angaben des Außenministeriums in Jerusalem zehn Israelis bei palästinensischen Anschlägen mit Stich- und Schusswaffen sowie mit Autos getötet worden. Nach Informationen des palästinensischen Gesundheitsministeriums kamen in dem Zeitraum rund 80 Palästinenser ums Leben. Die meisten davon starben bei ihren eigenen Anschlägen, andere wurden bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten oder Polizisten getötet.

Als ein Auslöser der Gewalt gelten ein Streit um die Besuchs- und Nutzungsrechte des Tempelbergs in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist, sowie Frustration der Palästinenser über die fortwährende israelische Besatzung und den Siedlungsausbau. Inzwischen hat die Gewalt aber auch eine Eigendynamik entwickelt.

dpa

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