Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Wollen wir mal wieder diskutieren?

Leser fragen Politiker Wollen wir mal wieder diskutieren?

Die Welt ist kompliziert - und demokratische Prozesse mühsam. Viele Bürger wenden sich von der Politik ab mit dem Argument: "Die machen doch eh was sie wollen". Ist das so? MAZ-Chefredakteurin Hannah Suppa fordert eine neue Debattenkultur - und lädt die Leser zur großen Bundesleserkonferenz mit den Spitzenpolitikern.

Voriger Artikel
Der Schutzmann des Gipfels
Nächster Artikel
Parlament in Venezuela gestürmt

Stellen Sie die richtigen Fragen.
 

Quelle: dpa (Symbolbild)

Potsdam.  Große Krisen, wenig Zeit: Wenn Ende der Woche die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer zum Gipfel in Hamburg zusammenkommen, werden sie im Schnelldurchgang die Probleme des Planeten abhandeln. Die Hektik scheint passend zu sein für eine Zeit, in der sich die Welt so rasant verändert, dass die Politik nur mühsam hinterherkommt: Klimawandel, Weltwirtschaft, Digitalisierung, Migration, Terrorismusbekämpfung – es ist nicht wenig, was da an der Alster besprochen werden soll.

Kommen die Bürger da noch mit? Viele winken bei so viel Komplexität ab. Sie haben das Gefühl, die Politiker interessierten sich ohnehin mehr für die Krisen der Welt als für die Probleme daheim. Darüber muss man reden – auch wenn die Kanzlerin der inhaltlichen Debatte vor der Bundestagswahl weiter lieber aus dem Weg gehen möchte.

Die Fragen der Zeit sind drängend: Wie sichern wir das Leben im Alter, gerade in Ostdeutschland? Welche Folgen hat die Energiewende auf dem Land? Was ist die Antwort auf verödete Kleinstädte? Warum müssen manche trotz Wirtschaftsbooms in zwei Jobs schuften? Ist die Verwaltung eigentlich noch für die Bürger da oder verwaltet sie sich vor allem selbst? So fühlten sich die Anwohner aus dem gefluteten Leegebruch dieser Tage alleingelassen und schlecht informiert von ihrer Verwaltung – ob nun gerechtfertigt oder nicht. Es reicht auch oft das Gefühl, dass keiner da ist, wenn’s vor Ort drauf ankommt. Diese wahrgenommene Kluft zwischen Weltpolitik und Heimatproblemen, zwischen Modernisierern und Modernisierungsverlierern, zwischen urbanen Idealen und der Realität in der Fläche trägt zur Entfremdung der Menschen von der Politik bei, die eigentlich für sie da sein soll.

Und doch ist dieses abwinkende „Die machen eh, was sie wollen“ ungerecht – und mutlos. Dialog und Kontroverse sind die Voraussetzung einer Demokratie. Wer interessiert ist, wer anderen zuhört und andere Meinungen zulässt, der lebt die mit ihr verbundene Freiheit. Das ist mitunter anstrengend. Doch ein Seitenblick in andere Staaten genügt, um zu wissen, wie wertvoll die lebhafte Debatte ist. Und wie geht das konkret?

Ihre Märkische Allgemeine Zeitung lädt Sie jeden Tag dazu ein, sich ein umfassendes Bild zu machen. Was ist Ihnen für unser Land wichtig? Wir finden: Sagen Sie es direkt! Dazu ­haben wir uns mit den anderen Regionalzeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland zusammengetan und die Spitzenkandidaten der großen Parteien eingeladen. Weil wir die Meinungen aus vielen Teilen der Republik abbilden wollen. Sie, liebe Leser, sind die Gastgeber bei der Bundesleserkonferenz – und die Politiker sind Ihre Gäste. Wie wär’s also mit einer Debatte?

» Wie das funktioniert, erklären wir Ihnen hier.

Von Hannah Suppa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
da1fd95e-cec0-11e7-85d4-3caaf6b0da6d
Das sind John Lennons gestohlene Notenblätter

Sie sollen einen Wert von 3,1 Millionen Euro haben: Die Polizei hat die gestohlenen Gegenstände von Musiklegende John Lennon präsentiert.

Begleitetes Fahren schon ab 16 statt 17 – eine gute Idee?