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Politik Yousif A. beantragte Asyl offenbar mit gefälschten Dokumenten
Nachrichten Politik Yousif A. beantragte Asyl offenbar mit gefälschten Dokumenten
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14:36 31.08.2018
Blumen und Kerzen stehen am Tatort. Quelle: imago/Uwe Meinhold
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Chemnitz

Der nach einer tödlichen Messerattacke in Chemnitz festgenommene Iraker hätte eigentlich bereits im Mai 2016 abgeschoben werden können. Trotzdem blieb er in Deutschland und beantragte erneut Asyl – mit gefälschten Dokumenten, wie der „Spiegel“ nun berichtet. Demnach sollen nach Untersuchungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zwei der Personaldokumente von Yousif A. „Totalfälschungen“ gewesen sein.

Auch der Grund seiner Flucht sei den Mitarbeitern der Behörde merkwürdig vorgekommen: Der 22-Jährige habe sich in ein Mädchen verliebt und wurde dann von ihrer Familie verfolgt, geschlagen und bedroht.

Die letzte Befragung des Irakers habe nach „Spiegel“-Informationen erst vor zwei Wochen stattgefunden. Wegen der vielen Ungereimtheiten wurde der Asylantrag schließlich abgelehnt – am 29. August, drei Tage nach dem mutmaßlichen Angriff in Chemnitz.

Yousif A. ist mehrfach vorbestraft

Und das wäre nicht das erste Vergehen von Yousif A.: Der junge Mann ist bereits mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Körperverletzung. Laut „Spiegel“-Informationen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass er sich bei im Februar 2016 das Leben nehmen wollte. Damals war der Iraker betrunken vor einen Schneepflug und andere Fahrzeuge gerannt.

In Chemnitz war es nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen und der Festnahme zweier Ausländer als Tatverdächtige zu Demonstrationen und Ausschreitungen gewaltbereiter Neonazis mit Attacken gegen Ausländer gekommen. Yourif A. gilt als Hauptverdächtiger.

Von RND/dpa/lf

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