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Zahl der Asylanträge in OECD auf neuem Höchststand

Migration Zahl der Asylanträge in OECD auf neuem Höchststand

Immer mehr Zuwanderer kommen in die 35 Mitgliedstaaten der OECD - aus unterschiedlichen Gründen. Deutschland ist hinter den USA das Zielland Nummer zwei. Bei den Asylbewerbern sogar die Nummer eins.

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Ankunftsnachweis: 1,65 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr Asyl in den Mitgliedstaaten der OECD gesucht. Jeder vierte davon in Deutschland.

Quelle: Sebastian Kahnert/Archiv

Berlin/Paris. Die Zahl der Asylbewerber in den 35 Mitgliedstaaten der OECD hat im Vorjahr mit 1,65 Millionen den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht.

Jeder vierte Antrag sei in Deutschland gestellt worden, heißt es in dem heute vorgestellten Migrationsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Gemessen an der Bevölkerung haben nur Schweden und Österreich noch mehr Asylbewerber aufgenommen als Deutschland.

Im ersten Halbjahr 2016 setzte sich der Trend fort. 750 000 Asylanträge wurden in der gesamten OECD gestellt, mehr als die Hälfte davon in Deutschland

Asylbewerber machen aber nur ein Drittel der Migranten im OECD-Raum aus. Die Zahl der Zuzüge in die Mitgliedstaaten stieg 2015 um zehn Prozent auf 4,8 Millionen. Das ist der höchste Stand der letzten zehn Jahre. Hier liegt Deutschland hinter den USA auf Platz zwei.

Der OECD gehören entwickelte Industrieländer von Neuseeland über Deutschland bis Mexiko an. Die Organisation rief die Regierungen der Mitgliedstaaten auf, Vorbehalten gegen Einwanderer entgegenzutreten. "Zu viele Menschen in zu vielen Ländern verlieren das Vertrauen in die Art und Weise, wie wir Zuwanderung managen, und die Flüchtlingskrise hat das noch verschlimmert", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria in New York. "Die OECD-Analyse verdeutlicht, dass Einwanderung mittel- und langfristig positiv für öffentliche Finanzen, Wirtschaftswachstum und den Arbeitsmarkt ist."

Die Regierungen müssten die Vorteile der Migration besser erklären, forderte Gurria. Zudem müssten die Integrationsmaßnahmen verbessert werden, damit die Zuwanderer einen größeren Beitrag zur positiven Entwicklung ihrer Zielländer leisten könnten.

dpa

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