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Politik Zehnmal mehr Pendler von Ost nach West als umgekehrt
Nachrichten Politik Zehnmal mehr Pendler von Ost nach West als umgekehrt
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05:00 09.02.2019
Der Hauptbahnhof in Hamburg. Die Hansestadt gehört zu den wichtigsten Zielen für Berufspendler aus Mecklenburg-Vorpommern. Quelle: Bodo Marks/dpa
Berlin

Der Anteil der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ostdeutschen, die zur Arbeit nach Westdeutschland pendeln, ist auch fast 30 Jahre nach dem Mauerfall anhaltend hoch und fast zehnmal so groß wie der Anteil der Pendler von West nach Ost.

Das geht nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion und neuesten Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Anteil der Pendler von Ost nach West gestiegen

Demnach betrug der Anteil der Pendler von Ost nach West im Jahr 2018 rund 6,7 Prozent – gegenüber 6,6 Prozent ein Jahr zuvor. Am höchsten ist dieser Anteil mit 10,3 Prozent in Thüringen, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 9,0 Prozent und 8,7 Prozent in Sachsen-Anhalt.

In Brandenburg und Sachsen, die gar nicht oder kaum an Westdeutschland grenzen, ist der Anteil mit 4,3 Prozent geringer. Umgekehrt pendelten nur 0,7 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Wohnsitz in Westdeutschland zur Arbeit nach Ostdeutschland.

Lesen Sie hier ein Interview mit dem Ostbeauftragten der Bundesregierung, Christian Hirte: „Wir sind dem Westen 30 Jahre voraus“

Linken-Politiker Korte sieht „politisches Versagen“

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jan Korte, sagte dem RND dazu, sechs Bundesregierungen seit 1990 hätten es nicht geschafft, für gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen, und fügte hinzu: „Das politische Versagen geht ganz offensichtlich weiter, wenn jedes Jahr mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Osten in den Westen zur Arbeit pendeln müssen.“ Dies sei „eine politische und menschliche Katastrophe, vor allem, wenn der nächste Strukturwandel in den ostdeutschen Braunkohlerevieren schon ansteht“. Deutschland will bis 2038 aus der Braunkohle aussteigen.

Lesen Sie hier den Kommentar: Die West-Dominanz in den Eliten schadet der Demokratie

Von Markus Decker/RND

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