Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 1 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Zehntausend gegen "Hogesa" in Köln

Demonstrationen Zehntausend gegen "Hogesa" in Köln

Diesmal durfte die fremdenfeindliche "Hogesa"-Gruppierung in Köln nur streng abgeschottet demonstrieren. Zehntausend Gegendemonstranten feierten ein friedliches Fest. Linksautonome störten das Bild.

Voriger Artikel
Umweltschützer kritisieren Kohle-Einigung als "Mogelpackung"
Nächster Artikel
Synode empfiehlt vorsichtige Öffnung

Mitglieder der Antifa auf dem Weg zur Demonstration der "Hooligans gegen Salafisten" in Köln.

Quelle: Marius Becker

Köln. In Köln haben am Sonntag mehr als 10 000 Menschen gegen eine Kundgebung der fremdenfeindlichen Gruppierung "Hooligans gegen Salafisten" demonstriert.

An der "Hogesa"-Versammlung selbst beteiligten sich etwa 1000 Teilnehmer. Die Polizei trennte beide Lager mit einem Großaufgebot voneinander. Beide Kundgebungen fanden auf verschiedenen Seiten des Bahnhofs Köln-Deutz statt. Die "Hogesa"-Demonstration dauerte am späten Nachmittag noch.

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-151025-99-01962_large_4_3.jpg

Anders vor einem Jahr damals dürfen sich die Teilnehmer der «Hogesa»-Kundgebung diesmal nicht in der Innenstadt versammeln.

Zur Bildergalerie

Vereinzelt kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Hooligans und Gegendemonstranten aus dem linken Lager. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen linksautonome Demonstranten ein, um sie von Attacken auf Teilnehmer der "Hogesa"-Kundgebung abzuhalten. Es habe Festnahmen und Ingewahrsamnahmen gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Zahlen nannte er nicht.

Zu der Gegenkundgebung waren nach Einschätzung von Beobachtern mehr als 10 000 Menschen aus dem bürgerlichen Lager gezogen. Die Stimmung war dort entspannt und friedlich. Auf Bannern und Transparenten war "Kein Mensch ist illegal" oder "Refugees welcome" zu lesen. Unter dem Motto "Schützt Flüchtlinge und Menschenwürde" hatte ein Bündnis aus mehr als 50 Gruppen und Vereinen einen "Anti-Hogesa-Aktionstag" mit Kulturprogramm und Kundgebungen organisiert.

Die Teilnehmer der "Hogesa"-Kundgebung hatten sich zur gleichen Zeit auf der anderen Seite des Bahnhofs versammelt. Der Platz war von der Polizei hermetisch abgeriegelt worden. Teilnehmer durften den Versammlungsplatz erst nach eingehenden Kontrollen durch Polizisten betreten. In Zelten durchsuchten Beamten die Demonstranten nach Waffen, Feuerwerkskörpern und Alkohol. Der Kölner Pegida-Ableger Kögida sagte eine angekündigte Kundgebung ab und schloss sich der "Hogesa"-Aktion an.

Im vergangenen Oktober hatte es bei einer ersten "Hogesa"-Demonstration schwere Krawalle gegeben. Dabei waren rund 50 Polizisten verletzt worden. Deshalb durften die "Hogesa"-Teilnehmer diesmal nicht durch die Kölner Innenstadt ziehen. Die Kundgebung war vom selben Veranstalter angemeldet worden - diesmal unter dem Titel "Köln 2.0 - friedlich und gewaltfrei gegen islamistischen Extremismus".

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
f7fdc770-28c0-11e7-9327-a307594c6a64
Internationale Pressestimmen zur Frankreich-Wahl

Frankreich hat gewählt. Am Sonntagabend sind Emmanuel Macron und Marine Le Pen in die Stichwahl ums Präsidentenamt eingezogen. Wie internationale Medien auf die historische Wahl reagieren, sehen Sie hier.

Sollte der Flughafen Tegel auch nach Eröffnung des BER offen bleiben?

17. April 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Ein bisschen ist es wie nach einer durchzechten Nacht. Es ist einem flau im Magen, man möchte nicht angesprochen werden, nicht an die vergangene Nacht denken. Eigentlich möchte man einfach nur weg.

mehr