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Zweite evangelische Landeskirche will Homosexuelle trauen

Kirche Zweite evangelische Landeskirche will Homosexuelle trauen

Als zweite evangelische Landeskirche traut die rheinische Kirche künftig homosexuelle Paare. Die Synode der zweitgrößten evangelischen Kirche in Deutschland beschloss in Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz) mit großer Mehrheit eine Änderung der Kirchenordnung.

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Die Evangelische Landeskirche im Rheinland entscheidet darüber, ob sie Trauungen für homosexuelle Paare ermöglicht.

Quelle: Julian Stratenschulte/Archiv

Bad Neuenahr. Schwule und lesbische Paare können sich künftig kirchlich trauen und die Ehe ins Kirchenbuch eintragen lassen. Bisher waren nur Segnungen homosexueller Paare möglich, was nicht als Amtshandlung galt.

Bisher ermöglichte nur die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau die Trauung homosexueller Paare. In einem Großteil der 20 evangelischen Landeskirchen können sich solche Paare nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bisher lediglich segnen lassen. Die Debatte über die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare werde aber in fast allen Gliedkirchen geführt. Im April will die Landeskirche Berlin-Brandenburg die "Homo-Trauung" einführen.

Die Evangelische Kirche im Rheinland gilt als besonders liberal: Noch bevor das Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft in Kraft getreten war, hatte sie schon im Jahr 2000 eine "gottesdienstliche Begleitung" für homosexuelle Paare beschlossen.

Auch in der katholischen Kirche wird derzeit über den Umgang mit Homosexuellen und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften diskutiert. Grünes Licht für kirchliche Trauungen oder Segnungen ist dort aber nicht zu erwarten.

dpa

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