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Zweites Feuer in Herxheimer Flüchtlingsheim binnen weniger Tage

Migration Zweites Feuer in Herxheimer Flüchtlingsheim binnen weniger Tage

Keine Woche ist der Brandanschlag auf ein bezugsfertiges Flüchtlingsheim im südpfälzischen Herxheim her, da brennt dort wieder eine Unterkunft. Noch ist unklar, ob auch dieses Feuer gelegt wurde.

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Löscharbeiten nach einem Brand im Tribünengebäude des Waldstadions von Herxheim.

Quelle: Arne Dedert

Herxheim. Nach dem zweiten Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft im pfälzischen Herxheim innerhalb weniger Tage suchen die Ermittler nach der Brandursache.

Es bestehe der Verdacht auf eine Straftat, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten Ermittlungen aufgenommen. Der Leitende Oberstaatsanwalt Detlef Winter sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wenn es ein Brandanschlag war, werden wir Ermittlungen wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung einleiten." Es könnte aber auch ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst haben.

"Wir forschen in alle Richtungen", sagte eine Sprecherin der Polizei. Das Feuer war in der Nacht zum Donnerstag in einem Tribünengebäude eines Stadions ausgebrochen, in dem neun Flüchtlinge untergebracht waren. Sie blieben der Polizei zufolge unverletzt und wurden in andere Unterkünfte gebracht. Bei den Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann leichte Verletzungen.

In Herxheim war erst Ende vergangener Woche ein Brandanschlag auf eine geplante Asylbewerberunterkunft verübt worden. Dabei ging ein Kanister in Flammen auf, Decke und Bodenbelag wurden leicht verschmort. "Hier verfolgen wir eine heiße Spur", sagte Oberstaatsanwalt Winter. Mehr könne er nicht sagen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Die Polizei kündigte an, die Flüchtlingsunterkünfte im Raum Landau verstärkt zu schützen.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) äußerte sich besorgt. "Ich war sehr betroffen, als ich heute Nacht die Nachricht vom Brand in der Asylunterkunft in Herxheim (...) bekam", sagte sie nach Angaben von Regierungssprecherin Monika Fuhr am Donnerstag in Berlin. Sie danke den Einsatzkräften, die nachts vor Ort gewesen seien und Schlimmeres verhindert hätten. Dreyer wollte sich am Donnerstagabend in Herxheim selbst ein Bild machen.

dpa

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