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Zwischenfälle bei Demonstrationen von Türken und Kurden

Demonstrationen Zwischenfälle bei Demonstrationen von Türken und Kurden

Das militärische Vorgehen der türkischen Sicherheitskräfte in den Kurdengebieten wirft auch auf Deutschland einen Schatten. In vielen Großstädten demonstrieren türken und Kurden. Es bleibt nicht immer friedlich.

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In Köln flogen Flaschen und Feuerwerkskörper, die Polizei setzte Schlagstöcke ein.

Quelle: Marius Becker

Köln/Hamburg. Bei Kundgebungen und Gegendemonstrationen von Türken und Kurden ist es in mehreren deutschen Großstädten vereinzelt zu Ausschreitungen gekommen. Starke Polizeikräfte hielten die Gruppen getrennt.

In Stuttgart wurden nach Polizeiangaben aus den Reihen von Kurden und linker deutscher Aktivisten Steine und Böller geworfen, zwölf Beamte und fünf Demonstranten seien verletzt worden. In Köln flogen von beiden Seiten Flaschen oder Feuerwerkskörper, die Polizei nahm mindestens 24 Personen in Gewahrsam. Kleinere Zwischenfälle gab es auch in Hamburg und Frankfurt.

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Die Umschreibung der PKK als «verbotene kurdische Arbeiterpartei» ist umstritten.

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Zu den Demonstrationen kamen zumeist deutlich weniger Menschen als erwartet. Für die ursprünglich größte Veranstaltung in Köln hatte die Gruppe "AYTK" bis zu 5000 Teilnehmer angemeldet. An dem als "Friedensmarsch für die Türkei" bezeichneten Umzug beteiligten sich aber nur einige hundert Menschen. Zeitgleich versammelten sich etwa 250 vorwiegend kurdische Gegendemonstranten vor dem Hauptbahnhof.

In Hamburg folgten laut Polizei rund 1200 Menschen einem Aufruf von kurdischen und linken Gruppen. Sie demonstrierten gegen eine Kundgebung von etwa 300 Türken. Türkische Organisationen hatten vor dem Hintergrund der jüngsten Terroranschläge in Ankara und Istanbul zu der Kundgebung aufgerufen.

Die Gegenseite wirft ihnen vor, nationalistisch zu sein und der türkischen islamisch-konservativen Regierungspartei AKP nahezustehen. Die Demonstranten verurteilten auch das militärische Vorgehen gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK im Südosten der Türkei.

Rund 1300 Polizeibeamte waren in Hamburg im Einsatz, um Auseinandersetzungen zu verhindern. Wasserwerfer und Räumpanzer standen bereit.

Auch in anderen Städten wie Hannover, Bremen und Bielefeld demonstrierten jeweils einige Hundert Türken und Kurden. Dort blieben die Proteste nach Polizeiangaben weitgehend friedlich.

dpa

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