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1:1 gegen Estoril: Freiburg kann nicht mehr gewinnen

Fußball 1:1 gegen Estoril: Freiburg kann nicht mehr gewinnen

Es ist wie verhext: Der SC Freiburg kann einfach nicht mehr siegen. Auch gegen das bis dahin punktlose GD Estoril Praia kamen die Badener in der Fußball-Europa League nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und haben damit kaum noch Chancen auf das Weiterkommen.

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Freiburgs Admir Mehmedi köpft den Ball auf das Tor von Estoril Praia.

Quelle: Patrick Seeger

Freiburg. "Wir müssen akzeptieren, dass wir unverdientermaßen nicht gewonnen haben. Wir haben alles probiert. Wir haben alles gegeben, aber wir waren vor dem Tor nicht cool genug, um zwei, drei Chancen zu verwerten", sagte Trainer Christian Streich.

Dabei hatte alles so vielversprechend begonnen. Vladimir Darida, der teuerste Einkauf in der Vereinsgeschichte, überzeugte über weite Strecken als Torschütze und Ideengeber. Der tschechische Nationalspieler nährte die Hoffnung auf bessere Zeiten, ehe er in der 77. Minute müde war und durch Mike Hanke ersetzt wurde. "Wir sind enttäuscht, aber es gab auch sehr positive Dinge", sagte Freiburgs Präsident Fritz Keller - und meinte auch Darida.

Vor 14 500 Zuschauern im Mage Solar Stadion hatte der Vier-Millionen-Euro-Mann in der 11. Minute bei seinem Pflichtspiel-Debüt gleich das Führungstor für den Tabellen-Vorletzten der Bundesliga erzielt. Nach der Pause sorgte der Brasilianer Seba (53.) nach einem Konter für den Ausgleichstreffer. Es war der erste richtige Angriff der Portugiesen.

Nach nun insgesamt zwölf sieglosen Begegnungen in Bundesliga und Europa League müssen sich die Freiburger steigern. Fünf Tage nach der Nullnummer in Bremen hatte Trainer Streich seine halbe Mannschaft umgebaut. Die verletzt gewesenen Vegar Eggen Hedenstad und Darida waren erstmals dabei. Linksverteidiger Nicolai Lorenzini, der sonst in der Regionalliga bei den Amateuren spielt, war in die Europa-League-Startelf befördert worden. Zudem waren noch Immanuel Höhn und Francis Coquelin neu in der Anfangsformation.

Gegen harmlose Portugiesen zeigte Darida sofort Qualitäten als Passgeber und deutete an, warum der Sportclub für den Mittelfeldspieler vier Millionen Euro Ablöse nach Pilsen überwiesen hat. Der Premierentreffer des Tschechen, der in Freiburg einen Vertrag bis 2018 unterschrieben hat, landete abgefälscht im kurzen Eck. Danach versäumten es die Hausherren, frühzeitig alles klar zu machen. Immer wieder spielten sie Aktionen nicht konsequent zu Ende und ließen dadurch Estoril unnötig aufkommen.

Im dritten Europapokalspiel der Saison wurden kurz nach der Pause Erinnerungen wach an das 2:2 gegen Slovan Liberec, als die Freiburger eine 2:0-Pausenführung noch verspielt hatten. Acht Minuten nach dem Wechsel liefen die Gastgeber in einen selbst verschuldeten Konter, Luis Leal spazierte unbedrängt durch das Mittelfeld, Torhüter Oliver Baumann kam nicht konsequent aus seinem Kasten - und schon stand es 1:1. Die Gäste wurden danach offensiver und mutiger, die Freiburger fanden in der mäßigen Begegnung kein Mittel mehr. Am Ende kam auch noch Pech hinzu, als Coquelin neun Minuten vor dem Abpfiff völlig freistehend an Estorils Keeper Vagner scheiterte.

dpa

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