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1:2 in Mainz: Schalke verliert bei Heidels Noch-Verein

Fußball 1:2 in Mainz: Schalke verliert bei Heidels Noch-Verein

Schalke 04 kassiert in Mainz bereits die zweite Rückrunden-Niederlage. Das 1:2 ist ein herber Rückschlag vor dem Europa-League-Spiel bei Schachtjor Donezk.

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Der Mainzer Julian Baumgartlinger jubelt nach seinem Treffer zum 2:1 mit Christian Clemens (vorn) und Jhon Cordoba (hinten).

Quelle: Fredrik von Erichsen

Mainz. Vor den Augen seines wahrscheinlichen neuen Sportchefs Christian Heidel hat der FC Schalke 04 einen weiteren Rückschlag im Rennen um die Champions-League-Plätze kassiert.

Der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga verlor am Freitagabend mit 1:2 (0:1) bei Heidels aktuellem Verein FSV Mainz 05, der nach Punkten mit den Königsblauen gleichzog und vorübergehend auf den fünften Rang sprang. "Wir freuen uns, dass wir dieses wichtige Spiel gewonnen haben", sagte Heidel.

Besonders freute er sich für FSV-Kapitän Julian Baumgartlinger, der in der 79. Minute das Siegtor für die Gastgeber erzielte. Es war sein erstes Tor im 112. Bundesligaspiel. "Ich konnte mir im Traum nicht vorstellen, dass er mal trifft. Und dann auch noch mit dem Kopf", sagte Heidel. "Momentan macht es viel Spaß", meinte Baumgartlinger.

Vorher hatte der Franzose Gaetan Bussmann die Mainzer schon einmal in Führung gebracht (33.). Der in Frankreich geborene Younès Belhanda glich für die Schalker kurz nach der Pause aus (46.), doch am Ende stand die zweite Niederlage im vierten Rückrundenspiel zu Buche. Auch für diese beiden war es jeweils das erste Bundesliga-Tor. "Mainz hat sich den Sieg verdient, denn sie haben ihre Chancen genutzt", stellte Schalke-Keeper Ralf Fährmann fest.

Durch ihren dritten Sieg in Serie sind auch die Mainzer auf einmal zumindest ein Europa-League-Kandidat. "Wir schauen mal, was rauskommt. Aber wir wehren uns auch nicht gegen Europa", sagte Heidel.

Ganz unabhängig vom Ergebnis war seine Personalie das dominierende Thema rund um diese Partie. Der 52-Jährige soll nach dieser Saison von Mainz nach Gelsenkirchen wechseln, um dort den scheidenden Sportvorstand Horst Heldt zu ersetzen.

Dieser Wechsel wird von niemandem mehr dementiert, wurde aber auch am Freitagabend noch immer nicht bestätigt. "Ich bin jetzt im 24. Jahr im Verein, da geht man nicht von heute auf morgen weg. Da ist es meine Pflicht, dafür zu sorgen, dass in Mainz alles geordnet ist", sagte Heidel dem TV-Sender "Sky". Dennoch soll sein Weggang aus seiner Heimatstadt in den nächsten Tagen verkündet werden.

Die Schalker hatten mit Belhanda, Leroy Sané, Leon Goretzka und Maximilian Meyer eindeutig die besseren Fußballer auf dem Feld. Die meiste Zeit aber nahmen ihnen die Mainzer mit ihrer Laufbereitschaft und ihrer Zweikampfstärke jeden Raum und jede Lust am Spiel.

Der marokkanische Nationalspieler Belhanda war in der Winterpause von Dynamo Kiew gekommen. Er spielte am Freitag nur deshalb zum ersten Mal von Anfang an, weil der Ex-Mainzer Eric Maxim Choupo-Moting starke Schmerzen am Beckenkamm hat. Aber auch ohne Choupo-Moting standen noch zwei frühere 05er in der Schalker Startelf: Roman Neustädter und der erst im Sommer für zwölf Millionen Euro verpflichtete Johannes Geis.

Beide wussten genau, was sie in der alten Heimat erwartet. Aber auch sie fanden nur selten ein Mittel gegen die giftige, energische Spielweise der Mainzer. Nach einem Fehler von Joel Matip (2.) und einem Sololauf von Jhon Cordoba (6.) hatten die Gastgeber schon früh die ersten Chancen. Schalke dagegen hatte außer einem Schuss von Goretzka (12.) keine nennenswerte Möglichkeit in Durchgang eins.

Das änderte sich nach der Pause binnen weniger Sekunden. Ein erster Schuss von Meyer wurde noch auf der Torlinie geklärt. Doch im Nachsetzen war Belhanda erfolgreich. Schalke war nun deutlich besser im Spiel, aber Mainz hielt weiter dagegen und erarbeitete sich nach einer Stunde wieder ein Übergewicht.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 42,2 - 57,8

Torschüsse: 11 - 14

gew. Zweikämpfe in %: 51,2 - 48,8

Fouls: 7 - 17

Ecken: 5 - 7

Quelle: optasports.com

dpa

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