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262 Teilnehmer genießen den Naturkurs

Nuthetalcrosslauf 262 Teilnehmer genießen den Naturkurs

Der Nuthetalcrosslauf gehört zu den traditionsreichsten Laufveranstaltungen in der Region. Diesmal waren 262 Läufer auf den verschiedensten Strecken dabei. Und es gab einige Überraschungen bei den Siegern.

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262 Läufer waren dabei.

Quelle: Foto: Christel Köster

Bergholz-Rehbrücke. Kurz vor dem Ziel drehte er sich noch einmal ungläubig um. Dann riss er zum Siegerjubel die Arme hoch. Thorsten Mahrenholz gewann am Sonnabendvormittag den 29. Nuthetalcrosslauf über 8,3 Kilometer in 32:35 Minuten. Der 53-Jährige vom Potsdamer Laufclub meinte: „Da hat wohl diesmal der eine oder andere Spitzenläufer gefehlt. Aber ich freue mich natürlich sehr über diesen unverhofften Sieg. Ich laufe gern hier, weil mir die Strecke durch die Natur gefällt. Das ist wirklich ein Crosslauf.“ Dann ergänzte Mahrenholz noch: „Dabei hatte ich nach einem Triathlon in Österreich eine Woche nicht trainiert, wollte mal wieder was tun.“

Auf Rang zwei folgte in 32:48 Minuten der erst 16-jährige Jan-Erik Sander von der LG Mittelmark. Der Elftklässler aus Kleinmachnow war bereits das dritte Mal dabei. „Aber so gut war ich noch nie“, stellte er erfreut fest. Nur zwei Sekunden später erreichte mit Anna Schmidt die erste Frau das Ziel. Die 19-Jährige aus Anklam war eine Art Überraschungsgast. „Ich bin am Wochenende bei meiner Tante in Berlin zu Gast. Da habe ich im Internet geschaut, wo gerade Läufe stattfinden und bin so auf den Nuthetalcrosslauf gestoßen“, sagte die Triathletin, die in dieser Saison mit Lemgo Platz zwei in der Bundesliga belegte und international beim Europacup startete.

Dass unverhofft oft kommt, stellte eine Runde später auch Stephan Schrader fest. Der 38-jährige Stahnsdorfer setzte sich über die doppelte Distanz durch und hatte einen großen Vorsprung. Immer wieder ballte er beim Siegerjubel die Faust und rief: „Ja, ja, ja!“ Nach einem kurzen Schluck aus dem Trinkbecher, den die vielen Helfer des veranstaltenden LWV Potsdam-Nuthetal den Sportlern reichten, erzählte Schrader: „Ich habe vor vier Monaten wieder mit dem Laufen angefangen, weil ich gemerkt habe, ich muss etwas für meine Gesundheit tun. Ich will ein paar Punkte im Mittelmark-Cup sammeln, deshalb bin ich die lange Strecke über 16,6 Kilometer gelaufen.“ Dass er die Hälfte des Weges allein einsam an der Spitze bewältigen musste, habe ihn zusätzlich unter Druck gesetzt. „Da will man nicht nachlassen“, meinte der Software-Entwickler.

Einen souveränen Sieg lief Friedrich Heine beim 3-km-Schülerlauf nach Hause. Der 14-jährige Gymnasiast hatte als Bergholz-Rehbrücker Heimvorteil und als ehemaliger Schüler der Otto-Nagel-Grundschule, vor der sich Start und Ziel befanden, schon öfters an dem Crosslauf, der diesmal 262 Starter hatte, teilgenommen. Der Brandenburger Meister über 800 und 3000 Meter vom SC Potsdam läuft daher besonders gern durchs Nuthetal. Wenn der Lauf im nächsten Jahr sein 30. Jubiläum feiert, ist er bestimmt wieder dabei.

Von Peter Stein

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