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Abass Baraou will mit Babelsberg Meister werden

Box-Bundesliga Abass Baraou will mit Babelsberg Meister werden

Im vorletzten Kampf der Box-Bundesliga trifft Spitzenreiter Motor Babelsberg am Samstag daheim auf Big Board Prag. Der Hinkampf in Tschechien wurde gewonnen. Im Rückkampf gibt es einige Umbesetzungen. Auch Abass Baraou, der bisher alle seine drei Liga-Kämpfe gewann, klettert wieder durch die Ringseile.

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Abass Baraou (l.) schlägt wieder zu.

Quelle: foto: Detlev Scheerbarth

Potsdam. Manager Ralph Mantau lässt keine Zweifel zu: „Das wird für uns der vorletzte Schritt zum angestrebten Titel. Wir wollen diesen Kampf ganz klar gewinnen.“ Am Samstag (18 Uhr, Autohaus Lichtblau Hyundai, Pappelallee) empfängt Motor Babelsberg in der Box-Bundesliga Big Board Prag zum Rückkampf. Den Hinkampf vor zwei Wochen in der goldenen Stadt hatte Motor bereits mit 12:9 für sich entschieden und damit die Führung in der Liga übernommen.

Bevor am 2. April das entscheidende finale Duell gegen Nordhausen ansteht, will Mantau mit seinen Mannen für eine ideale Ausgangsposition sorgen. „Wir dürfen die Prager nach dem relativ klaren Erfolg im ersten Vergleich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das wäre viel zu gefährlich. Die Tschechen sind eine Bereicherung für die Liga und wollen sich bestimmt revanchieren“, so der Potsdamer, der auch in der eigenen Staffel einige Umbesetzungen vornimmt. So kommt im Weltergewicht für den Tschechen Zdenek Chladek wieder Abass Baraou zum Einsatz.

Trainingslager in Kasachstan

Der 21-Jährige kehrte gerade von einem Trainingslager mit dem deutschen Nationalkader aus Kasachstan zurück und strotzt nur so vor Tatendrang – wobei das bei Konditionswunder Baraou schon naturgegeben scheint. „Wir haben in Almaty an der Boxakademie des Weltverbandes Aiba wirklich ein starkes Training gehabt. Kasachstan gehört zu den führenden Box-Nationen. Ich konnte eine Menge lernen, wir hatten auch viel Sparring“, erzählt der zweimalige deutsche Meister, dessen Familie aus dem westafrikanischen Togo stammt und jetzt in Oberhausen im Ruhrgebiet lebt.

Je mehr, desto besser für den schlagfleißigen Ringtänzer. „Wenn ich starke Partner habe und viel gefordert werde, dann hilft mir das doch am meisten. Ich trainiere immer sehr hart, ich bin ein Kämpferherz“, sagt der 69-Kilo-Mann, der am Olympiastützpunkt in Berlin von Ralf Dickert betreut wird und gerade sein Fachabitur abgeschlossen hat. Wie es beruflich weitergehen soll, hat er sich noch nicht entschieden. Sportlich sind seine Ziele umso klarer: Baraou will sich für die Olympischen Spiele in Rio qualifizieren und zuvor mit Motor Meister werden.

Generalprobe für den Chemie-Pokal

„Wir haben die stärkste Mannschaft der Liga, die Saison wäre perfekt, wenn wir den Titel holen“, erklärt der Boxer selbstbewusst, der vielen Mitstreitern, die in der Bundesliga das Motor-Leibchen überstreifen, tagtäglich im Training begegnet. „Dadurch hatte ich überhaupt keine Probleme, in die neue Mannschaft integriert zu werden“, sagt Baraou, der vorige Saison noch für Liga-Konkurrent Seelze die Fäustlinge überstreifte.

Zu seiner Trainingsgruppe zählt zum Beispiel Atdhe Gashi. Der Leichtgewichtler wird allerdings nach seiner erfolgreichen nationalen Qualifikationsrunde unter der Woche in Frankfurt (Oder) von Mantau geschont. Dafür kommt wieder der Niederländer Enrico La Cruz zum Einsatz.

Für Baraou ist das Duell mit den Pragern eine Art Generalprobe für die erste entscheidende Olympia-Qualifikation beim 43. Chemie-Pokal in Halle/Saale. Das Traditionsturnier vom 8. bis 11. März wird schon die vorentscheidende Weichenstellung für Rio. „Hier muss ich mich national als Nummer eins durchsetzen“, weiß Kämpferherz Baraou.

Von Peter Stein

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