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Alex King beim Sensationswurf „voll geflasht“

Interview mit Kapitän von Alba Berlin Alex King beim Sensationswurf „voll geflasht“

Alex King vom Basketball-Bundesligisten Alba Berlin spricht im MAZ-Interview über seinen sensationellen Wurf beim 90:74 gegen den Erzrivalen Bayern München. Die Distanz zum Korb betrug etwa 18 Meter! Alba-Trainer Sasa Obradovic sieht solche Würfe aber nicht so gern.

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Alex King feiert.
 

Quelle: imago

Berlin.  Am Ende des ersten Viertels kochte die Arena am Ostbahnhof in Berlin. Alex King (30) vom Basketball-Bundesligisten Alba Berlin verwandelte gegen Bayern München in letzter Sekunde einen Wurf aus der eigenen Hälfte. Die Distanz zum Korb betrug etwa 18 Meter – ein Sensationstreffer. Alba gewann am Sonntag mit 90:74 und festigte die Tabellenführung.

 
MAZ:
Was ging Ihnen bei diesem Wurf durch den Kopf?

Alex King: Ich habe auf die Uhr geguckt, es waren nur noch ein paar Hundertstelsekunden zu spielen. Dann habe ich einfach geworfen.

Warum sieht der Wurf so locker aus?

King: Ich hatte aus der Distanz nichts zu verlieren, habe es einfach versucht.

Wann haben Sie realisiert, der Ball könnte in den Korb fliegen?

King: Ich habe gleich gesehen, der könnte reingehen. Oh, cool, habe ich gedacht. Dann haben alle gejubelt. Ich habe es erst gar nicht realisiert, ich war voll geflasht. Ich wusste nicht, ob die Zeit schon abgelaufen war. Ständig musste ich meine Kollegen fragen, ob der Korb gezählt hat.

Ist Ihnen so ein Dreier schon mal gelungen?

King: In meinen 13 Jahren habe ich noch nie aus der eigenen Hälfte getroffen, so etwas kommt sehr selten vor.

Trainieren Sie solche Würfe?

King: Nur selten. Unser Trainer Sasa Obradovic sieht das nicht so gern. Wir sollen Würfe üben, die wir im Spiel auch nehmen.

Woher kommt Ihr Mut, es quasi vom Parkplatz zu versuchen?

King: Früher war ich nicht als Distanzschütze bekannt. Das habe ich mir in den letzten Jahren erarbeitet.

Müssen Sie nun einen ausgeben?

King: Nein, wichtig war, dass die ganze Mannschaft Selbstvertrauen bekommen hat.

In der Bundesliga führen Sie mit acht Siegen aus acht Spielen. Liegt Ihnen die Rolle als Gejagter?

King: Durch harte Arbeit haben wir uns das verdient. Es wird schwer, diese Position zu halten, aber Platz eins motiviert uns.

Am Dienstag (19.15 Uhr) geht es im Eurocup gegen Ludwigsburg weiter. Können Sie nach dem Sieg gegen den Erzrivalen Bayern so schnell umschalten?

King: Wenn man die Kabine verlässt, muss das abgehakt sein. Nach der Niederlage im Hinspiel haben wir noch eine Rechnung offen.

 

Interview: Ronny Müller

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