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Alpenverein gegen Olympische Winterspiele

Olympia Alpenverein gegen Olympische Winterspiele

Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat sich auf seiner Hauptversammlung in Ulm mit großer Mehrheit gegen Olympische Winterspiele 2022 in den bayerischen Alpen ausgesprochen.

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DAV-Präsident Josef Klenner will keine Olympischen Spiel vor seiner Haustür.

Quelle: Friso Gentsch

Ulm. Grund seien vor allem die nötigen Eingriffe in die Natur, teilte Präsident Josef Klenner nach der Sitzung mit.

Falls die Bürgereinscheide am Sonntag positiv ausgehen, wolle der DAV aber an der Bewerbung mitwirken und seine Kompetenz als Naturschutzverband einbringen. Rund 70 Prozent der mehr als 600 Delegierten stimmten nach mehrstündiger Debatte für einen entsprechenden Antrag.

"Wir haben eine sehr intensive Diskussion gehabt, bei der alle Argumente abgewogen wurden", sagte Klenner. "Das ist eine sehr klare Einscheidung, eine sehr deutliche Positionierung. Sie hat unter großer Beteiligung aller Sektionen stattgefunden. Wir als Präsidium sind natürlich ohne jeden Vorbehalt dabei, diesen Beschluss umzusetzen." Die Olympia-Bewerbung Münchens für 2018 hatte der inzwischen auf eine Million Mitglieder angewachsene Verband - wenngleich unter Forderung von zusätzlichen Umweltmaßnahmen - unterstützt. Intern war die damals von Präsidium und Verbandsrat getroffene Entscheidung umstritten. Dieses Mal hatten mehrere Sektionen eine Abstimmung über die Position in dem großen Gremium der Hauptversammlung verlangt.

"Wir sind ein Naturschutzverband", sagte Günther Manstorfer, Vorsitzender der Sektion München, die den Antrag mit eingebracht hatte. "Wir sehen das als Erfolg für die Umwelt an."

Das Präsidium hatte sich vor der Hauptversammlung in einem Schreiben an die Sektionsvorsitzenden für eine "kritische Beteiligung" am Olympiabewerbungsprozess ausgesprochen. Es betont aber, dass dies nicht als Vorfestlegung für die Entscheidung in der Hauptversammlung verstanden werden solle. Die Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV) hatte hingegen mit einem klaren Nein Stellung bezogen und als Gründe Umweltschutzargumente und die fehlende Nachhaltigkeit der Massenveranstaltung genannt.

Am Sonntag sind die Menschen in den betroffenen Kommunen an die Urnen gerufen, um über die Teilnahme am Bewerbungsverfahren zu entscheiden. Sollten die Gegner auch nur einen der vier Bürgerentscheide in München, Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land gewinnen, wäre die Bewerbung gescheitert.

dpa

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