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Alles Wichtige zum Berlin-Marathon

Lauf am Sonntag Alles Wichtige zum Berlin-Marathon

Am Sonntag gehen über 40.000 Läufer auf Deutschlands wichtigste Marathonstrecke. Die Topläufer aus Kenia jagen in Berlin den Weltrekord und hoffen auf eine Zeit unter der magischen Grenze von 2 Stunden. Auch eine Brandenburgerin ist dabei – bereits zum 18. Mal. Wir stellen sie vor und geben alle wichtigen Informationen zum Berlin-Marathon.

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Die Läuferkarawane – hier in der Straße des 17. Juni – zieht am Sonntag wieder durch Berlin.

Quelle: dpa

Mittenwalde. Hier kommt F229. Christine Walter aus Mittenwalde (Dahme-Spreewald) nimmt am Sonntag zum 18. Mal in Folge am Berlin-Marathon teil. Als Abo-Läuferin gehört sie zum exklusiven Jubilee-Club und hat seit der zehnten Teilnahme ihre feste Startnummer. Während Zehntausende Jahr für Jahr bei der Anmeldung in die Lostrommel müssen, um eine der limitierten Startnummern bei Deutschlands größtem Stadtmarathon zu ergattern, ist die Brandenburgerin sicher dabei.

Der Marathon

Beim 42. Berlin-Marathon am Sonntag (Start: 9 Uhr, Straße des 17. Juni) starten 41 .224 Läufer.

Die Topläufer aus Kenia und Äthiopien machen Jagd auf den im Vorjahr von Dennis Kimetto in 2:02:57 Stunden aufgestellten Weltrekord.

Emmanuel Mutai (Kenia) erreichte im Vorjahr als Zweiter 2:03:13 Stunden und zählt diesmal erneut zu den Favoriten wie seine Landsmänner Eliud Kipchoge und Geoffrey Mutai.

Bei den Frauen führt Aberu Kebede aus Äthiopien die Favoritenliste an.

Ihre größte Leistung ist es zweifelsfrei, seit ihrer Premiere 1998 immer fit gewesen zu sein, wenn es darauf ankam, die 42,195 Kilometer durch die Hauptstadt zu bewältigen. „Darauf bin ich auch besonders stolz“, erzählt die 57-Jährige von der WSG 81 Königs Wusterhausen. „Ich bin auch diesmal wieder gut vorbereitet.“ Ihr Motto lautet: „Das Ziel ist das Ziel.“ Heißt, Christine Walter will ankommen, denn aufgegeben hat sie noch nie.

Die Strecke des Berlin-Marathons

Die Strecke des Berlin-Marathons

Quelle: Screenshot

Seit ihrem ersten Berlin-Marathon, den sie damals über vier Jahre langfristig vorbereitete und peu à peu die Streckenlängen steigerte, sei sie vom Laufvirus infiziert. „Laufen ist eine wunderschöne, billige Freizeitbeschäftigung. Ich bin viel an der frischen Luft und in der Natur“, meint die Mathelehrerin.

Nach dem Muskelkater kommt die Vorfreude auf das nächste Mal

Zur Wiederholungstäterin wurde sie prompt. „Der Muskelkater ist schnell verflogen, da freut man sich schon wieder auf das nächste Jahr. Die 20. Berlin-Teilnahme will ich auf alle Fälle schaffen“, berichtet Christine Walter, die aus Münster stammt und dort noch eine Zwillingsschwester hat. Kurios, als vor Jahren beide unabhängig voneinander eines Tages mit dem Laufen anfingen, griffen sie zum Sportschuh derselben Marke. Auch die ein paar

Christine Walter tritt immer mit der Startnummer F229 an

Christine Walter tritt immer mit der Startnummer F229 an.

Quelle: Michael Hübner

Minuten jüngere Schwester hat längst Marathonläufe hinter sich.

Christine Walter ist die klassischen 42,195 Kilometer auch schon in New York, Boston, in den Schweizer Bergen oder in Hamburg gelaufen, aber Berlin ist und bleibt für sie das Highlight, wie sie sagt. „Die Zuschauermassen sind schon überwältigend. Die Stimmung in Berlin ist eine ganz besondere.“ Am Kottbusser Tor in Kreuzberg sei es besonders schön, sie mag auch den Hohenzollerndamm. „Dort geht es ganz leicht bergauf. Da überhole ich immer viele Läufer, das motiviert mich“, sagt die taffe Frau aus der Altersklasse W55.

Das Brandenburger Tor als finaler Triumphbogen

Wenn Christine Walter dann durch das Brandenburger Tor läuft, weiß sie: „Jetzt habe ich es gleich geschafft. Dieser Triumphbogen ist sicherlich weltweit einer der schönsten Zieleinläufe“, legt sie sich fest. Sie teile sich die Kräfte immer gut ein. 2010 sei sie im Regen mit 3:26 Stunden ihre schnellste Zeit gelaufen. Bei der Premiere 1998 war sie noch eine Stunde langsamer. „Aber die Zeit ist nicht das entscheidende, das Erlebnis überwiegt alles“, findet die Marathonfrau.

Die Mutter zweier erwachsener Kinder – ihr Mann Klaus hat ebenso schon den einen oder anderen Marathon in den Beinen – trifft unterwegs auch Familienmitglieder oder Freunde. „Wenn man sich vorher genau an einer bestimmten Straßenecke verabredet, klappt das“, sagt Christine Walter, die sich dann gern mal einen Schokoriegel zur Aufmunterung zustecken lässt.

Aufgeregt sei sie nicht mehr. Alles ist geplant und Routine, selbst die Anreise. „Ich frühstücke um 6 Uhr zu Hause, fahre dann mit dem Auto in die City. Dort habe ich in der Nähe des Leipziger Platzes meinen Stammparkplatz.“ Startnummer F229 ist bereit.

Ergebnisse und Sperrungen

Die Ergebnisse des Berlin-Marathons werden auf der Internetseite www.bmw-berlin-marathon.com veröffentlich.

Hier können die Teilnehmer auch ihre persönliche Zeit erfahren. Außerdem gibt es ausführliche Informationen über den Streckenverlauf und andere wichtige Details.

Die Strecke des Marathons führt vom Tiergarten (hier starten die Läufer um 9 Uhr) über den Hauptbahnhof, Richtung Kreuzberg, dann weiter nach Schöneberg über den Bahnhof Zoo und schließlich zurück zum Brandenburger Tor.

Autofahrer müssen sich am Sonntag auf einige Sperrungen gefasst machen und sollten außerdem ihr Auto umparken.

Hier eine Übersicht, wo es kein Durchkommen geben wird:

Freitag, 25. September

Platz des 18. März und der Ebertstraße ab 6 Uhr bis Montag, 6 Uhr, Straße des 17. Juni zwischen Großer Stern und Yitzhak-Rabin-Straße ab 6 Uhr bis Montag, 6 Uhr, Yitzhak-Rabin-Straße zwischen Straße des 17. Juni und Scheidemannstraße (Start-Ziel-Bereich) ab 6 Uhr bis Montag, 6 Uhr, ab 18 Uhr Heinrich-von-Gagern-Straße südlich der Otto-von-Bismarck-Allee, der Paul-Löbe-Allee sowie der Scheidemannstraße und Dorotheenstraße westlich der Wilhelmstraße (Vorbereitungsbereich Läufer)bis Montag, 6 Uhr.

Sonnabend, 26. September

10-19 Uhr Matthäikirchplatz sowie die Sigismundstraße zwischen Potsdamer Straße und Hitzigallee, 13.30-19 Uhr Potsdamer Straße zwischen Stresemannstraße und Reichpietschufer, 14.30-20 Uhr Sperrung des Pariser Platzes und der Straße Unter den Linden ab Glinkastraße.

Sonntag, 27. September

7-17 Uhr Pariser Platz und der Straße Unter den Linden (südliche Fahrbahn) zwischen Wilhelmstraße und Glinkastraße, 7.30-16.30 Uhr Sperrung der gesamten Marathonstrecke, 7.30-16.30 Uhr Abschnitte in Mitte, Charlottenburg und Wilmersdorf gesperrt, 8-13 Uhr die Abschnitte in Friedrichshain, Kreuzberg und Neukölln, 8.15 - 15.45 Uhr Abschnitte in Tempelhof und Schöneberg

Von Peter Stein

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