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Angeblicher WM-Stimmenkauf: Staatsanwaltschaft prüft

Fußball Angeblicher WM-Stimmenkauf: Staatsanwaltschaft prüft

Nach den Vorwürfen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zur Vergabe der Fußball-WM 2006 prüft die Staatsanwaltschaft Frankfurt einen Anfangsverdacht für ein Ermittlungsverfahren.

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Die Vergabe der WM 2006 rückt in den Fokus.

Quelle: Wolfgang Weihs

Frankfurt. Als mögliche Tatbestände nannte Sprecherin Nadja Niesen in Frankfurt Betrug, Untreue oder Korruption. Sie sprach von einem "Beobachtungsvorgang". Wann die Prüfung abgeschlossen sei, könne sie nicht sagen. Der "Spiegel" hatte über den Verdacht berichtet, der DFB habe mit Geldern aus einer Schwarzen Kasse möglicherweise vier Stimmen von asiatischen Mitgliedern der FIFA-Exekutive gekauft. Der DFB bestreitet das vehement.

Im Wirbel um eine 2005 durch den DFB an die FIFA erfolgte Zahlung von 6,7 Millionen Euro sieht der damalige Bundesinnenminister Otto Schily den Fußball-Weltverband in Erklärungsnot. Das sei eine Frage, die eigentlich die FIFA betreffe, sagte Schily im "Morgenmagazin" der ARD. Natürlich gebe es auch für den DFB Grund, das zu überprüfen. "Aber normalerweise, wenn ich an einen Verein etwas zahle, dann gehe ich davon aus, dass das auch bestimmungsgemäß verwendet wird", sagte der SPD-Politiker.

Der Deutsche Fußball-Bund hatte Ungereimtheiten um die Zahlung eingeräumt und auf interne sowie externe Untersuchungen verwiesen. Schily sieht den Verband allerdings nicht in der Bringschuld. Beim DFB habe es 2005 in Theo Zwanziger einen Schatzmeister gegeben, "der hat alle Zahlungen höchst penibel geprüft - und das musste ja auch so sein, denn der DFB ist eine gemeinnützige Organisation."

Für den Zuschlag der Weltmeisterschaft 2006 soll nach einem unbestätigten Bericht des "Spiegel" Geld aus einer schwarzen Kasse des Bewerbungskomitees geflossen sein. Auch Schily hatte dem Bewerbungskomitee angehört. Die 6,7-Millionen-Euro-Zahlung hat laut DFB aber in keinem Zusammenhang mit der WM-Vergabe gestanden, den Verdacht des Stimmenkaufs weist der Verband vehement zurück.

dpa

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