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Angerer genießt ihr letztes Turnier: "Noch keine Wehmut"

Fußball Angerer genießt ihr letztes Turnier: "Noch keine Wehmut"

Fußball-Nationalkeeperin Nadine Angerer verspürt vor ihrem letzten Turnier "noch keine Wehmut". Aber sie ahnt, dass der Abschiedsschmerz irgendwann kommen wird.

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Nadine Angerer freut sich auf den Beginn der WM in Kanada.

Quelle: Carmen Jaspersen

Ottawa. "Ich mache mir das jetzt noch gar nicht bewusst", sagte die 36-Jährige in Ottawa zu ihrem bevorstehenden Karriereende.

Wenn möglich soll der letzte Abpfiff erst am 5. Juli ertönen, nach dem gewonnenen WM-Finale in Vancouver. "Natürlich haben wir alle die Vision, den Titel zu holen."

Drei Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel gegen die Elfenbeinküste steigt auch bei der Weltfußballerin von 2013 die Vorfreude auf den Start am im Landsdowne-Stadion. Sie erwartet in ihrem 140. Länderspiel ein hartes Match gegen die schnellen und robusten Afrikanerinnen. "Aber wir wollen im richtigen Kampfmodus beginnen", betonte Angerer. "Und nach den bisherigen Trainingseindrücken hier bin ich optimistisch."

Keine andere Spielerin im Kader hat auch nur annähernd so viel Erfahrung wie die DFB-Keeperin. Zwei Weltmeistertitel (2003/2007) und fünf Europameisterschaften gewann Angerer. Seit 19 Jahren ist sie Nationalspielerin. Kein Wunder, dass sich vor allem die jungen Teamkolleginnen an ihr orientieren. Und die Jüngsten sind gerade mal halb so alt wie Angerer. Andere Nachwuchstalente wie Melanie Leupolz, Sara Däbritz oder Lena Lotzen sind zwar auch erst knapp über 20, waren aber schon vor zwei Jahren beim überraschenden EM-Triumph in Schweden dabei. "Sie sind nun alle zwei Jahre weiter und reifer. Sie sind selbstbewusster geworden und übernehmen mehr Verantwortung", befand Angerer.

Nicht zuletzt wegen der guten Mischung von erprobten Talenten und erfahrenen Kräften ist dem DFB-Kader mit einem Durchschnittsalter von 25,13 Jahren durchaus der "dritte Stern" zuzutrauen. Auf dem Weg dahin wäre ein erfolgreicher Auftakt gegen die Ivorerinnen hilfreich.

Ob Dzsenifer Marozsan am Sonntag mitwirken kann, ist weiter ungewiss. Die Mittelfeldspielerin zog sich im Training eine Innenbanddehnung im linken Sprunggelenk zu. Bei einem Torschuss war die Edeltechnikerin mit dem Standbein umgeknickt und wird in den verbleibenden Tagen von der medizinischen Abteilung intensiv behandelt.

dpa

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