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Ann-Marie Knauf steht vor einem besonderen Derby

Volleyball, SC Potsdam Ann-Marie Knauf steht vor einem besonderen Derby

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam treten am Samstagabend in der Bundesliga beim Köpenicker SC. Für Potsdams neue Zuspielerin Ann-Marie Knauf wird das Derby ein ganz besonderes Match.

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Zuspielerin Ann-Marie Knauf in Aktion.

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Potsdam. Ann-Marie Knauf spürt schon seit Tagen dieses Kribbeln. „Das wird sehr emotional und irgendwie komisch“, versucht sie das Besondere zu beschreiben. Denn Samstagabend (19 Uhr) kehrt sie mit den Volleyballerinnen des SC Potsdam an ihre alte Wirkungsstätte in die Sporthalle Hämmerlingstraße zum Bundesliga-Gastspiel beim Köpenicker SC zurück.

Die Wohnung der Eltern liegt nur zwei, drei Häuserecken entfernt. „Das sind vielleicht 400 Meter“, erzählt Ann-Marie Knauf, die mit neun Jahren durch ihre beiden älteren Schwestern zum Volleyball kam. Mit 16 rückte sie bereits ins Erstligateam des KSC. Die 23-Jährige war dort Urgestein. „Ich kenne da praktisch jeden vom Hausmeister bis zum Zuschauer und die Spielerinnen sowieso.“ Daher rechnet die verlorene Tochter, die im Sommer nach Potsdam wechselte, bei der Rückkehr zu ihrem Heimatverein nicht mit einem Pfeifkonzert.

Knauf fühlt sich wohl beim SC Potsdam

„Jetzt ist der SC Potsdam mein Verein und ich bin auch glücklich damit“, sagt die Spielerin mit der Trikotnummer 6, die sich den Job als Zuspielerin mit Denise Imoudu teilt. Ann-Marie Knauf gilt zudem als Aufschlagspezialistin. Und nachdem sie am letzten Wochenende mit ihrer Potsdamer WG-Mitbewohnerin Lisa Gründing zu den Matchwinnerinnen im Tiebreak gegen Wiesbaden zählte, sei die Stimmung ohnehin super. Das bestätigt Trainer Davide Carli: „Die Mannschaft hat in den letzten Wochen gut gearbeitet. Da ist es auch wichtig, dass sie sich auf dem Feld belohnt und gewinnt.“ Im Derby soll daher wieder ein Sieg her.

Familie und Freunde auf der Tribüne

Ann-Marie Knauf sagt als Intimkennerin über den KSC, wo jetzt die aus Potsdam stammende, ehemalige Bestenseer Netzhoppers-Ikone Manuel Rieke als Trainer das Sagen hat: „Der KSC ist immer für eine Überraschung gut und so ein bisschen eine Wundertüte. Aber ich denke, wir haben die bessere Mannschaft und gewinnen.“

Natürlich werden die Familie, ihr Freund Denny, der Nachwuchstrainer bei den Fußballern des 1. FC Union ist, und ihr eigener Fanclub Ann-Marie Knauf besonders unterstützen. Auch aus Potsdam wird sich eine größere Anhängerschar auf den Weg machen. Die ausgebildete Groß- und Außenhandelskauffrau, die sich momentan ganz auf ihren Sport konzentriert, mag es, wenn die Kulisse animiert. „Wenn die Atmosphäre in der Halle stimmt, dann macht es auch Spaß zu spielen. Ich fühle mich sehr wohl in Potsdam. So viel wie hier habe ich noch nie trainiert. Wir verstehen uns alle super. Der Zusammenhalt ist wichtig, gerade auch um schwierige Situationen im Match zu überstehen.“ Sie hat schon einige Derbys mitgemacht. Trotzdem wird es diesmal ganz speziell sein, weil sie auf der anderen Seite aufschlägt.

Von Peter Stein

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