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Arsenal vor BVB-Duell in Topform: "Exzellente Phase"

Fußball Arsenal vor BVB-Duell in Topform: "Exzellente Phase"

Per Mertesacker genoss den Augenblick. Zunächst nahm er Laurent Koscielny fast liebevoll in den Arm, dann klatschte und winkte er den jubelnden Fans auf den Rängen zu.

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Der deutsche Nationalspieler zählt zu den Stützen beim FC Arsenal und genießt die zurzeit starke Phase.

Quelle: Andreas Gebert

London. Der von den Fans "Big Fucking German" genannte deutsche Fußball-Nationalspieler blieb länger als sonst auf dem Rasen.

Gemeinsam mit Keeper Wojciech Szczęsny und seinen Abwehrkollegen Bacary Sagna und Koscielny kostete Mertesacker am Samstagabend den grandiosen 2:0-Erfolg gegen Verfolger FC Liverpool aus und verschwand als einer der letzten Akteure in den Katakomben. Vor der erhofften Revance für das schmerzhafte 1:2 bei Borussia Dortmund in der Champions League am Mittwoch (20.45 Uhr) muss Arsenal so nicht bange sein.

Begünstigt durch die überraschende 0:2-Niederlage des nächsten Schalke-Gegners FC Chelsea bei Newcastle United konnten die Gunners durch den Triumph gegen die Reds die Tabellenführung auf fünf Zähler ausbauen. "Wir wussten, dass Chelsea Punkte verloren hat und dass wir eine gute Möglichkeit haben. Jetzt sind wir alle sehr glücklich und genießen. Wir haben eine exzellente Phase", sagte Mertesacker später.

Chelsea, Liverpool und Tottenham Hotspur bilden mit jeweils 20 Punkten die Verfolger-Gruppe. Die Spurs verdrängten Manchester City und den FC Southampton (beide 19) durch das 0:0 am Sonntag beim FC Everton. Der deutsche U21-Nationalspieler Lewis Holtby stand für die Spurs in der Startformation. Sein englischer Vater drückte im Stadion aber Everton die Daumen. Die "Mail" nannte ihn kürzlich den "Everton-verrückten Engländer".

Am Sonntag gehörten die Schlagzeilen vor allem Arsenals Aaron Ramsey. Dem walisischen Nationalspieler war in der 59. Minute ein weiteres "Zaubertor" gelungen. Aus etwa 20 Metern drosch er den Ball unhaltbar unter die Latte und baute die Führung durch Santi Cazorla (19.) auf 2:0 aus. "Das war das schönste Tor meiner Karriere", freute sich Ramsey nach seinem zehnten Saisontreffer.

"Er war grandios", jubelte die "Mail" und prognostizierte, dass der Mittelfeldspieler alle Auszeichnungen der Saison abräumen würde, wenn sie an Weihnachten vergeben werden würden. Ramsey hatte auch nach hinten hervorragend gearbeitet und sogar Superstar Mesut Özil in den Schatten gestellt. Dem war das aber egal. "Das war Fußball in Formel-1-Tempo. Es ist wundervoll, ein Gunner zu sein", schrieb Özil bei Twitter.

Einen großen Anteil am Erfolg hatten aber auch Mertesacker und seine Kollegen in der Defensive. Liverpools Sturm-Duo Luis Suarez und Daniel Sturridge hatte vor dem Duell im Norden Londons bereits 14 Saisontore erzielt, gegen Arsenal gingen beide leer aus. "Unsere Abwehrleistung war außergewöhnlich. Wir hatten sie im Griff", lobte Coach Arsène Wenger. Mertesacker war etwas kritischer: "Man kann die beiden nicht komplett ausschalten. Gegen Ende haben wir ein paar Fehler gemacht, aber insgesamt haben wir das gut gelöst. In der ersten Halbzeit konnten sie keine einzige Chance kreieren."

Schon im Mittelfeld hatten die Gunners nach jedem Ball gegrätscht und den Spielaufbau der Gäste empfindlich gestört. In den vergangenen neun Liga-Spielen haben Mertesacker und Co. nur sechs Gegentore kassiert. Die "Mail" nannte die Innenverteidigung "beeindruckend". Mertesackers Abwehrorganisation harmoniere perfekt mit Koscielnys Impulsivität. "Sollte Arsenal so weiterspielen, werden die Anhänger ernsthaft daran glauben, dass ihre Mannschaft zum ersten Mal nach 2004 wieder den Titel gewinnen kann", meinte das Blatt. Wenger könne es wagen, zu träumen, schrieb der Guardian, auch wenn bis Weihnachten noch einige ungemütliche Spiele anstünden.

Das nächste steigt schon am Mittwoch in der Champions League in Dortmund. "Das ist das nächste große Spiel. Der Sieg gegen Liverpool hat uns mental in einen besseren Zustand gebracht. Wir sind in einer Position, in der wir unbedingt etwas Zählbares wollen", meinte Wenger. Auch in der Königsklasse will Arsenal die Tabellenführung ausbauen und den Moment auskosten.

dpa

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