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Auch ohne Gold: Medaillenfestival der Judoka

Sportereignisse Auch ohne Gold: Medaillenfestival der Judoka

Auch ohne das zweite Gold setzen die deutschen Judoka ihr Medaillen-Festival bei den Europaspielen in Baku fort. Dank zweimal Silber von Jasmin Külbs und Luise Malzahn feiert das Team das meiste EM-Edelmetall seit 23 Jahren.

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Silber für Luise Malzahn.

Quelle: Bernd Thissen

Baku. Die 25 Jahre alte Külbs verlor am Samstag im Schwergewichtsfinale gegen die Französin Emilie Andeol. Damit holte sie auch Silber bei der zugleich ausgetragenen Europameisterschaft. "Die Enttäuschung über das verlorene Finale ist schon noch da", sagte die EM-Dritte von 2014. "Es war ein langer, harter Tag. Mit Silber nach Hause zu gehen, ist alles in allem aber schon ein Erfolg."

Malzahn verpasste in der Kategorie bis 78 Kilogramm ebenfalls den ganz großen Wurf. Im Kampf um Gold musste sich die EM-Dritte von 2011 der Niederländerin Marhinde Verkerk geschlagen geben. Martyna Trajdos hatte am Vortag die titellose Zeit der Judoka bei Europameisterschaften seit 2008 beendet.

Vor den Mannschaftswettkämpfen am Sonntag haben die deutschen Judoka damit in der EM-Wertung neunmal Einzel-Edelmetall sicher. So viel gab es seit der Wiedervereinigung erst einmal: 1992 in Paris. Olympia-Bronzegewinner Dimitri Peters verlor allerdings seinen Kampf um Bronze in der Kategorie bis 100 Kilogramm gegen den Franzosen Cyrille Maret.

Maxine Wolters holte zuvor zum Ende der Junioren-Schwimmwettbewerbe das insgesamt 15. Gold für die deutsche Europaspiele-Mannschaft. Die 16-Jährige setzte sich über 200 Meter Lagen durch. "Jetzt habe ich einen kompletten Medaillensatz nach Bronze in der Lagenstaffel und Silber über 200 Rücken - das ist cool", sagte Wolters.

Am Freitag hatte Trajdos nach sieben Jahren erstmals wieder einen deutschen EM-Titel gesichert. Bei der Abschlussfeier der Europaspiele am Sonntag wird die Hamburgerin die deutsche Fahne tragen. "Als mir das heute zugeflüstert worden ist, war das fast emotionaler als der Sieg", sagte die 26-Jährige vor der Zeremonie (17.15 Uhr MESZ/Sport1). "Den hatte ich schon nicht erwartet, und jetzt die Fahne zu tragen, ist für mich das i-Tüpfelchen." Am Sonntag bietet sich ihr mit der Mannschaft noch die Chance auf weiteres Gold.

"Martyna Trajdos hat bei diesen Europaspielen eine herausragende Leistung geboten", lobte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig. "Die Entscheidung war deshalb für uns logisch, zumal auch die deutschen Judoka hier in Baku sehr erfolgreich abgeschnitten haben." Bei der Eröffnungsfeier war Turn-Star Fabian Hambüchen Fahnenträger, später holte er den Europaspiele-Titel am Reck.

Gold blieb den deutschen Badmintonspielern bei einem dennoch insgesamt starken Auftritt hingegen verwehrt. Dieter Domke sowie das Mixed Raphael Beck und Kira Kattenbeck verfehlten den Einzug ins Endspiel. Domke musste sich am Samstag dem Dänen Emil Holst glatt mit 0:2 (14:21, 15:21) geschlagen geben. "Ich bin richtig happy, dass es für Bronze gereicht hat, auch wenn man sich nach einer Niederlage erstmal immer ärgert", sagte er. Da ein kleines Finale nicht ausgespielt wird, belegt Domke ebenso wie Beck und Kattenbeck den dritten Platz.

Das Duo unterlag nach einem lange Zeit starken Auftritt den an Nummer drei gesetzten Dänen Niclas Nohr und Sara Thygesen mit 1:2-Sätzen (21:17, 10:21, 15:21). Zuvor war Beck bereits an der Seite von Andreas Heinz im Herren-Doppel Dritter geworden. "Bronze ist mehr als erwartet", sagte Beck zu dem "größten Erfolg" seiner Karriere. "Das ist eine Riesenchance gewesen, sich hier beweisen zu können." In Baku war für den Deutschen Badminton-Verband die zweite Garde am Start gewesen.

dpa

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