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Landespokalfinale: Polizei räumt Panne ein

Randale beim Spiel SVB – Luckenwalde Landespokalfinale: Polizei räumt Panne ein

Die Randale nach dem Finale des Fußball-Landespokals zwischen dem FSV Luckenwalde und dem SV Babelsberg 03 beschäftigen weiter die Polizei. Mehr als 100 Babelsberger sollen verletzt worden sein, darunter zwölf Kinder. Ein Fan soll einen Wirbelbruch erlitten haben. Am Donnerstag trafen sich beide Vereine mit der Polizei.

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Ein verletzter SVB-Fan.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Die Randale nach dem Finale des Fußball-Landespokals zwischen dem FSV Luckenwalde und Babelsberg 03 (1:3) beschäftigen weiter die Polizei. Am Donnerstag trafen sich beide Vereine und Vertreter der Polizei sowie des Fußball-Landesverbandes zu einer Auswertung. Peter Meyritz, Leiter der Polizeidirektion West, räumte anschließend ein: „Wie jetzt offensichtlich wurde, gab es im Vorfeld der Abstimmungen zwischen dem Sicherheitsdienst des SV Babelsberg und der Polizeieinsatzleitung möglicherweise ein kommunikatives Missverständnis darüber, wann die Polizei die Einsatzverantwortung für die Gefahrenabwehr übernimmt.“

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Schlagstöcke und Reizstoffsprühgeräte

Um zu verhindern, dass Babelsberger Randalierer den Stadion-Innenraum betreten, war die Polizei eingeschritten. „Leider eskalierte dann die Situation, so dass auch Polizeibeamte massiv attackiert wurden. Zur Ahndung dieser Straftaten sowie zur Verhinderung weiterer Gewalt setzten die Polizisten die dafür vorgesehenen Zwangsmittel, wie Schlagstöcke und Reizstoffsprühgeräte, ein“, teilte die Polizei mit.

 Fans stürmen das Spielfeld, die Polizei greift ein

Fans stürmen das Spielfeld, die Polizei greift ein.

Quelle: Jan Kuppert

Die genauen Abläufe wolle die Polizei gemeinsam mit Babelsberg 03 anhand von Videomaterial kurzfristig aufarbeiten.

Unbeteiligte verletzt

Insbesondere, dass Unbeteiligte verletzt wurden, stößt auf. Archibald Horlitz, Präsident des SV Babelsberg 03, sagte: „Unbeteiligte, friedliche Fans dürfen dadurch jedoch nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Ich bin mir sicher, dass die, von der Polizei zugesagte differenzierte Nachbetrachtung des Pfeffersprayeinsatzes, eine Wiederholung derartiger Szenen zukünftig verhindern wird. Ich sehe nach der gemeinsamen Auswertung und Aufarbeitung der Vorkommnisse in Luckenwalde die seit Jahren hervorragend gestaltete Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei in Potsdam nicht als gefährdet an.“

Ein Fan war bewusstlos

Derweil sammelt der Fanbeirat von Babelsberg 03 Material zur Auswertung der Vorfälle und erstellt eine Chronologie. Weit mehr als einhundert Verletzte haben sich gemeldet, sagte Roman Böttcher nach einem Treffen auf Einladung des Fanbeirates vom Mittwoch. Viele seien durch Pfefferspray verletzt worden. Außerdem habe der Beirat einen Lendenwirbel-Bruch, Platzwunden und zahlreiche Hämatome registriert. Unter den Verletzten sollen zwölf Kinder sein. Böttcher: „Ein Fan war sogar mehrere Minuten bewusstlos. Wir prüfen, ob sich die Polizei der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht hat.“

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Von Ronny Müller

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