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BVB Spitzenreiter - Gladbach und Stuttgart punktlos

Fußball BVB Spitzenreiter - Gladbach und Stuttgart punktlos

Nach fünf Niederlagen nehmen die Krisen in Mönchengladbach und Stuttgart bedrohliche Formen an. Aufsteiger Ingolstadt sorgt mit dem dritten Auswärtssieg für ein Novum. Tabellenführer bleibt der BVB nach dem Sieg im Westschlager.

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Dortmund bleibt Liga-Spitze.

Quelle: Bernd Thissen

Düsseldorf. Borussia Dortmund hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga erfolgreich verteidigt. Der BVB setzte sich am Sonntag im Westschlager gegen Bayer Leverkusen mit 3:0 (1:0) durch und behauptete damit die Spitzenposition vor dem punktgleichen Rekordmeister aus München.

Auch Bayern gewann seine Partie beim Aufsteiger SV Darmstadt 98 mit 3:0. Damit schafften erstmals in der Bundesliga-Geschichte zwei Teams nach fünf Spieltagen fünf Siege. Jonas Hofmann nach einem Patzer von Bayer-Keeper Bernd Leno (19.), Shinji Kagawa (58.) und Pierre-Emerick Aubameyang (74./Foulelfmeter) erzielten die Treffer für Dortmund.

Dass der FC Bayern München seinen Nostalgietrip ins Stadion am Böllenfalltor mit einen souveränen 3:0 abschloss und seinen fünften Saisonsieg einfuhr, ist für "Lilien"-Trainer Dirk Schuster fast schon eine Randnotiz. "Die normalste Sache der Welt ist passiert. Bayern München hat in Darmstadt gewonnen", befand Schuster, und hakte die erste Niederlage der Spielzeit in dem ungleichen Duell schnell ab: "Wir wollen gegen Bremen nach Möglichkeit die nächste Serie starten." Für die Bayern trafen Arturo Vidal, Kingsley Coman und der starke Sebastian Rode.

Rekordverdächtige Ausmaße nehmen die Krisen von Borussia Mönchengladbach und dem VfB Stuttgart an. Mit dem 0:1 im Rhein-Derby beim 1. FC Köln kassierten die Gladbacher bereits die fünfte Niederlage. "Das ist ein unfassbarer Negativlauf", sagte Sportdirektor Max Eberl zum prekären Absturz, der fatal an den von Borussia Dortmund in der Vorsaison erinnert. Trotz des Siegtreffers von FC-Stürmer Anthony Modeste (64.) lebt der Glaube an die Wende bei der Borussia. "Ich bin überzeugt, dass wir mit der Mannschaft da rauskommen", meinte Granit Xhaka.

Nicht viel besser ist die Situation beim VfB Stuttgart. Auch die Schwaben verloren am Sonntag beim 0:1 (0:0) gegen den FC Schalke 04 ihre fünfte Partie nacheinander. Trotz einer guten Vorstellung der Gastgeber und etlichen Tormöglichkeiten kamen die Schalker durch einen Treffer von Leroy Sané (53.) zum glücklichen Sieg und eroberten damit den vierten Tabellenplatz.

Weiterhin auf den ersten Punktedreier wartet Hannover 96. Die Niedersachsen unterlagen am Sonntag beim FC Augsburg mit 0:2 (0:2). Die Treffer für die Gastgeber erzielten Alexander Esswein (30.) und Paul Verhaegh (32./Foulelfmeter) zum ersten Saisonsieg.

Dringend ein Erfolgserlebnis braucht auch 1899 Hoffenheim. Das 1:3 beim FSV Mainz 05 machte den Fehlstart der noch sieglosen Kraichgauer perfekt. Erste Zweifel an seiner Zukunft wischte Trainer Markus Gisdol aber vom Tisch. "Wir haben keine Zeit, Trübsal zu blasen. Das fehlende Selbstvertrauen können wir nur durch harte Arbeit wieder bekommen", meinte der Coach.

Weit besser ist die Laune beim Hamburger SV, auch wenn beim 0:0 gegen Eintracht Frankfurt sogar mehr drin war. Der Fast-Absteiger der Vorsaison bewegt sich mit sieben Punkten vorerst in sicheren Tabellen-Regionen und hat noch keines der sechs Heimspiele unter Bruno Labbadia verloren. "Wir brauchen zu Hause eine Festung, um eine ordentliche Saison zu spielen", meinte der Trainer.

Mehr als ordentlich ist bisher die Ingolstädter Bilanz. Dank des Elfmetertores von Moritz Hartmann in der Nachspielzeit landete der Aufsteiger bei Werder Bremen bereits den dritten 1:0-Auswärtssieg und sorgte für einen Bundesliga-Rekord. Noch nie hat ein Neuling die ersten drei Spiele in der Fremde gewonnen. Auch wenn der Erfolg erst durch ein Foul von Werder-Verteidiger Assani Lukimya an Stefan Lex möglich wurde, war die Freude von Trainer Ralph Hasenhüttl ungetrübt. "Da muss der kleine FC Ingolstadt kommen und hier Geschichte schreiben."

Trotz des 2:0 gegen Hertha BSC herrscht beim VfL Wolfsburg vor dem Topspiel bei den Bayern dicke Luft. VfL-Coach Dieter Hecking warf Doppeltorschütze Bas Dost Egoismus vor, weil dieser sich nach seiner Auswechslung in Moskau zuletzt im Training hängen ließ. Dennoch war Dost nach seiner Einwechslung gegen Berlin der Matchwinner. "Ich habe mich für ihn gefreut, dass er zwei Tore gemacht hat. Aber so, wie er die letzten drei Tage rumgelaufen ist, das geht nicht. Wenn er meint, dass das der richtige Weg ist, dann ist er hier in Wolfsburg falsch", drohte Hecking unverhohlen.

dpa

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