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BVB bei Klopp-Rückkehr gebremst: 1:1 gegen Liverpool

Fußball BVB bei Klopp-Rückkehr gebremst: 1:1 gegen Liverpool

Jürgen Klopp kehrt mit dem FC Liverpool zurück nach Dortmund und am Ende ist noch alles möglich. Nach dem 1:1 am Donnerstagabend sind die Engländer aber in der etwas besseren Ausgangssituation vor dem Europa-League-Rückspiel an der legendären Anfield Road.

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Dortmunds Sven Bender gewann das Kopfballduell gegen Liverpools Divock Origi.

Quelle: Federico Gambarini

Dortmund. Jürgen Klopp hat den Siegeszug seiner alten Liebe Borussia Dortmund in der Europa League vorerst gestoppt und mit seinem neuen Club FC Liverpool ein beachtliches 1:1 (1:0) erreicht.

320 Tage nach dem emotionalen Abschied des Fußball-Lehrers aus der Revierstadt boten die Engländer eine starke Leistung und verschafften sich eine gute Ausgangsposition für das Viertelfinal-Rückspiel in einer Woche an der Anfield Road. "Hätte schlimmer laufen können", sagte Klopp bei Sky. "Während der 90 Minuten war ich komplett im Spiel drin. Danach habe ich mich gefreut, dass ich die Jungs doch noch drücken konnte."

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BVB-Trainer Thomas Tuchel (r) und Liverpools Coach Jürgen Klopp begrüßten sich vor Spielbeginn.

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Nach dem Führungstreffer von Divock Origi (36. Minute) sah es sogar zunächst nach einem Triumph für Klopp an seiner alter Wirkungsstätte aus. Doch BVB-Kapitän Mats Hummels erzielte vor 65 848 Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park den Ausgleichstreffer (48.).

"Es ist noch alles drin", sagte Hummels. "Natürlich hätten wir mit einem Sieg vorlegen wollen." Der starke BVB-Keeper Roman Weidenfeller sagte bei Sport1: "Uns war klar, dass es keine einfache Partie wird, das hat man von der ersten Minute an gesehen." Liverpools deutscher Nationalspieler Emre Can sagte: " Wir sind schon hergekommen, um zu gewinnen. Aber: 1:1 ist ein gutes Ergebnis."

Die Hymne "You'll never walk alone" sangen die Fans beider Teams am Donnerstag gemeinsam. Als Liverpools Aufstellung verlesen und Klopps Name genannt wurde brandete Applaus auf. Mit dem Anpfiff aber rückten alle Geschichten rund um die Rückkehr des zweifachen Meistertrainers endgültig in den Hintergrund.

Mit dem zuletzt gegen Bremen geschonten Hummels taten sich die Dortmunder lange schwer mit einem geordneten Spielaufbau. Wie schon in seiner Zeit beim BVB setzt Klopp auch mit dem FC Liverpool auf intensives Pressing. Das behagte der Borussia zunächst wenig und es entwickelte sich eine zerfahrene Begegnung.

Bis zur ersten Torchance dauerte es 17 Minuten - die allerdings war gleich richtig gut. Julian Weigl brachte mit einem klugen Ball Marcel Schmelzer ins Spiel, dessen Ablage von der Grundlinie erreichte Henrich Mchitarjan. Doch der Schuss des Armeniers wurde geblockt. Liverpools Keeper Simon Mignolet hätte keine Chance gehabt. "Da haben wir es verpasst, das 1:0 zu machen", sagte Hummels.

Auf der Gegenseite scheiterte Dejan Lovren per Kopf am gut reagierenden Weidenfeller, der in der Europa League wie üblich anstelle von Roman Bürki im BVB-Tor stand und nach dem folgenden Zusammenprall kurz behandelt werden musste.

Gerade als die Borussia sich anschickte, die Regie zu übernehmen und sich Chancen durch Mchitarjan (34.) und Pierre-Emerick Aubameyang (36.) erspielte, schlugen die Briten eiskalt zu. Der Belgier Origi nutzte ein verlorenes Kopfballduell von Hummels und eine Unachtsamkeit von Lukasz Piszczek und ließ Weidenfeller mit einem platzierten und leicht abgefälschten Flachschuss aus zwölf Metern ins lange Ecke keine Chance. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff blieb der ehemalige Nationaltorwart im direkten Duell mit Origi lange stehen und verhinderte so das 0:2.

Drei Minuten nach dem Seitenwechsel brachte Hummels mit seinem Kopfballtor die Gelb-Schwarzen wieder in die Partie. Die Flanke nach der kurz ausgeführten Ecke kam von Mchitarjan. Liverpool reagierte aber keineswegs geschockt. Weidenfeller musste binnen 31 Sekunden gleich zwei Schüsse von Philippe Coutinho und einen von Nathaniel Clyne parieren (51.). "Ich hätte lieber das Spiel gewonnen und eine Parade weniger gehabt", meinte der Torwart nach Abpfiff.

dpa

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